1.6.-2.11./Naumburger Dom: Glanzlichter

Meisterwerke zeitgenössischer Glasmalerei

Die moderne Glasmalerei hat in jüngster Zeit in der internationalen Kunstszene eine noch nie dagewesene Aufmerksamkeit gefunden. Dazu hat wesentlich beigetragen, dass weltweit anerkannte Gegenwartskünstler wie Gerhard Richter, Markus Lüpertz, Xenia Hausner, Max Uhlig und Sigmar Polke sich für diese architektur- und öffentlichkeitsbezogene Kunstgattung interessierten und aufsehenerregende Arbeiten meist in sakralen Räumen schufen.

Auch im Naumburger Dom entstanden in der Zusammenarbeit mit modernen Künstlern wie Neo Rauch und Thomas Kuzio großartige Kompositionen aus Glas in der Elisabethkapelle, der Taufkapelle und der Krypta.

Weitere zeitgenössische Künstler wie Ludwig Schaffrath, Hella de Santarossa, Thierry Boissel, Marie-Luise Dähne, Wilhelm Buschulte, Jochem Poensgen und Kim en Joong u.v.a. sorgen ab dem 1. Juni 2014 im Naumburger Dom für eines der herausragenden Ausstellungsprojekte in der deutschen Kulturlandschaft.

quer.inddMit rund 150, fast durchweg architekturbezogenen Arbeiten von 35 Künstlern gibt die Ausstellung „Glanzlichter“ einen repräsentativen Überblick über Werke von Meistern der zeitgenössischen Glasmalerei. In der Mehrzahl finden sich vollständige Fenster, aber auch Probefelder und freie Glasbilder, experimentelle Arbeiten der jüngeren Künstlergeneration und außergewöhnliche Schöpfungen international anerkannter Gegenwartkünstler im Naumburger Dom und seinen Kapellen sowie an den Korrespondenzorten. Von besonderer Bedeutung sind die zahlreichen eigens für die Ausstellung geschaffenen und hier zum ersten Mal präsentierten Fenster in verschiedensten glasmalerischen Techniken. Viele Arbeiten wurden im Vorfeld der Ausstellung für mittelalterliche Kirchenbauten in Sachsen-Anhalt geschaffen.

Im Unterschied zur üblichen Raumsituation werden die Exponate dem Betrachter in ungewohnter Nähe präsentiert. Herausgehobene Charakteristik der Ausstellungsgestaltung ist die architekturbezogene Präsentation: Soweit es möglich und sinnvoll erschien, sind die Glasfenster in der Fensterebene angeordnet. Für alle Gläser wurden eigene Wirkungsräume gesucht und gefunden, die Exponate auf eine sehr große Fläche verteilt. So entstand eine weitgehend lockere Ausstellung, bei der nur wenige Objekte in einer Sichtachse stehen. Die notwendigen Leuchtkästen sind architektonisch interpretiert worden und haben sich mit Fugen und rückversetzten Flächen zu eigenen glastragenden Architekturelementen entwickelt.

Dank der Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes, der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, der Kunststiftung Sachsen-Anhalt sowie dem Centre international du Vitrail konnte die Ausstellung realisiert werden.

Der Naumburger Dom ist als eines der herausragenden Bauwerke der „Straße der Romanik“ nicht nur wegen der Ausstellung einen Besuch wert. Zusammen mit der Saale-Unstrut Region befindet er sich auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe.

Text: Pressemitteilung

  

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REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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