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Brikettfabrik Herrmannschacht
Brikettfabrik Herrmannschacht

Brikettfabrik Herrmannschacht

Die älteste noch erhaltene Brikettfabrik der Welt.

Industriegeschichte und Kultur zum Anfassen inmitten moderner Industrieanlagen, das bietet Ihnen die Brikettfabrik Herrmannschacht.

Nach Richard Herrmann benannt startete hier 1889 die Produktion. Bis Ende 1959 verarbeitete die Fabrik die Braunkohle aus dem Mitteldeutschen Braunkohlenrevier.

Neben dem Industriegebäude, dem Ofenmuseum und dem Braunkohlewald sind im Museum des Herrmannschachtes noch zahlreiche weitere Ausstellungen zu sehen. Darunter sind zum Beispiel eine Sonderausstellung zum Thema „150 Jahre Brikettierung“, eine Installation mit unterschiedlichsten Gesteinsarten am Eingang des Braunkohlewaldes, die Werkstatt, die historische Schmiede und eine Ausstellung über die ZEMAG Zeitz, einem weltbekannten Maschinenbauunternehmen, welches früher Förderbänder, Kräne und Großtechnik herstellte, ist zu sehen.

Die Brikettfabrik Herrmannschacht wurde bereits 1961 unter Denkmalschutz gestellt und ist auch aus diesem Grund heute noch so gut erhalten. Seit 1994 steht der einmalige Zeitzeuge mitteldeutscher Industriegeschichte unter der Obhut des Vereins “Mitteldeutscher Umwelt- und Technikpark e.V.”

  1. Der Braunkohlenwald

    Die Entstehungsgeschichte der Braunkohle in Mitteldeutschland soll den Besuchern im Braunkohlewald mit seinem Lehrpfad näher gebracht werden. Der Lehrpfad des Braunkohlenwaldes gibt mit ausgewählten Pflanzenarten einen Überblick, wie eine mitteldeutsche Moorlandschaft ausgesehen haben mag. Die verschiedenen angelegten Pflanzbecken entlang des Lehrpfades verdeutlichen die Entstehung der Braunkohle vom Sumpfwald bis hin zum Laubmischwald.

    kohlewäldchen_titelDiese Entstehung begann im Tertiär vor 45 bis 15 Millionen Jahren. Das Landschaftsbild wurde in dieser Zeit durch riesige Wälder mit üppiger Vegetation bestimmt. In der Braunkohle selbst werden heute noch viele pflanzliche Überreste, die auf die damaligen Lebensräume und die Vegetation Rückschlüsse zulassen, gefunden. Viele Holzgewächse der Sumpfwälder gehörten zu den Bestandteilen der Braunkohlenflora. In den Braunkohlenmooren wuchsen und vergingen in Millionen von Jahren Unmengen von Bäumen, Farnen und Gräsern. Nadeln und Laub, Äste und Zweige sanken ebenso wie umgestürzte Bäume ins Wasser ein. Immer wieder entstand darauf eine Vegetation. Unter Wasser waren die Pflanzen der Zersetzung an der Luft entzogen. Mikroorganismen wandelten die pflanzlichen Substanzen in einem biochemischen Prozess um.

    Die Torfschichten wurden von Ton-, Kies und Sandschichten überlagert. Diese Schichten erzeugten einen riesigen Druck, die Temperatur stieg an. Nur unter diesen Bedingungen konnte der Inkohlungsprozess, die Umwandlung von Torf zu Braunkohle auf bio- und geochemischen Wege ablaufen. Dadurch verlor die Pflanzensubstanz in Millionen von Jahren ihre Struktur. Entgasung und Entwässerung bewirkten eine starke Schrumpfung der pflanzlichen Masse auf circa ein Drittel. Lag der Kohlenstoffgehalt des Torfes bei 53 bis 62 Prozent, so ist er bei der Braunkohle auf 63 bis 76 Prozent angestiegen.

  2. Die Ofenausstellung

    Die Ofenausstellung des Museum ist im Turmhaus der Fabrik untergebracht. Dieser wurde im Jahre 2010 teilweise saniert und bietet somit die optimalen Ausstellungsräume für die wunderschöne Ofenschau.

    Wie viele Menschen wissen heutzutage noch, dass vor einigen Jahrzehnten noch auf Öfen, welche mit Kohle geheizt wurde, gekocht wurde. Welcher Besucher kennt vielleicht noch einen ehemaligen Badeofen? Dies sind nur einige Schätze, die im Ofenmuseum ausgestellt sind. Das soziale Umfeld und die sozialen Hintergründe für zahlreiche Herde und Öfen werden mit dieser Ausstellung beleuchtet. Hier wird erlebbar wie die unterschiedlichsten Ausstellungsobjekte im Alltag funktionierten und für was sie benötigt wurden. Die Geschichtliche Entwicklung der Ausstellungsobjekte und zahlreiche selbst hergestellte Funktionalöfen gilt es in der Ausstellung zu entdecken.

Die Brikettfabrik Herrmannschacht hat von April bis November für Sie  geöffnet.

Termine auf Voranmeldung, 5 Tage vor der Führung.

Eintritt:

  • Erwachsene: 4,00€
  • Kinder: 1,50€ / 2,00€
  • Behinderte/Studenten: 2,00€
  • Gruppenpreis ab 10 Personen: 3,00€

Trocknerrraum und Schmiede können für Veranstaltungen gemietet werden.
Preise auf Anfrage.

Verein “Mitteldeutscher Umwelt- und Technikpark” e.V.
Brikettfabrik – Naumburger Straße 99
06712 Zeitz

Telefon: 03441/228655
E-Mail: herrmannschacht@t-online.de

Brikettfabrik Herrmannschacht

mittenrein logoBei Anreise mit Bus und Bahn erhalten Sie 2 Eintrittskarten zum Preis von einer. Einfach DB-Fahrkarte und Bonuscoupon Bonus mittenrein beim Ticketkauf vorlegen. Weitere Informationen unter www.bahn.de/mittenrein

Sie erreichen Zeitz mit den Nahverkehrszügen aus den Richtungen Leipzig/Gera und Weißenfels. Vom Bahnhof mit der Buslinie 820 (Richtung Naumburg) bis „Herrmannschacht“.

Die Brikettfabrik “Herrmannschacht” ist geprüfter Partner des Netzwerks “mittenrein reisen” der Deutschen Bahn.

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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