Ein Tag zum Kennenlernen

Ein Tag zum Kennenlernen

Schnupperkurs an einem Tag

Zeitz ist eine Stadt für den zweiten Blick. Nehmen Sie sich etwas Zeit und entdecken Sie die schönen Seiten der über 1.000-jährigen Dom- und Residenzstadt.

Liebevoll haben die Zeitzerinnen und Zeitzer Ihre Zeitzeugen der Geschichte erhalten. Bauliche Kleinode und historisch wichtige Sammlungen beherbergt die Stadt ebenso, wie moderne Kunst und Kultur.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie und was Sie in Zeitz entdecken können. Dafür stellen wir für Sie kleine Stadtrundgänge mit Empfehlungen ebenso zusammen wie erlebnisreiche Ausflüge in die Umgebung. Lassen Sie sich überraschen.

Unsere Tourtipps für Sie

Abstieg in die Zeitzer Unterwelt

Gleich gegenüber vom Rathaus finden Sie den Haupteingang zum “Unterirdischen Zeitz“.

UZ TonneDem Biergenuss unserer Vorfahren haben wir es zu verdanken, dass sich unter der Altstadt von Zeitz ein Labyrinth von unterirdischen Gängen befindet. Das Bier musste kühl lagern und reifen, und so buddelten sich unsere Vorfahren vom 14. bis 16. Jahrhundert in die Tiefe. Der relativ weiche Buntsandstein, auf dem die Altstadt von Zeitz steht, ließ es zu.

Im 2. Weltkrieg wurde ein Teil der Ganganlagen, die sich in einer Tiefe von 6 bis 12 m befinden, zu Luftschutzzwecken ausgebaut, so dass aus ehemals kleinen Bierlagerstätten regelrechte Gangsysteme entstanden. Eines davon wurde unter der Leitung des Vereins IG. Unterirdisches Zeitz ausgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Führungsgangsystem hat eine Ausdehnung von ca. 700 m.

In einer ca. 45 minütigen Führung erfährt der Besucher alles Wesentliche über die Geschichte und den Zweck dieser Ganganlagen.

unterirdisches-zeitz.de

Zeitz von oben

rathausturmBuchen Sie in der Touristinformation eine Führung auf den Rathausturm.

Sie haben einen interessanten Blick auf Zeitz und die Auen des Elstertals. Auch im Rathaus selbst gibt es einiges zu sehen.

Die Führungen gibt es täglich 11:00 Uhr oder nach Vereinbarung. Wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter-/innen der Touristinformation.

 Zeitz Information

 mehr auf zeitz.de

Italienisch, klassisch zeitzerisch…gut Essen in Zeitz

Sie finden in der historischen Altstadt alles, was Ihr Magen begehrt in schönem Ambiente. Gerne gibt Ihnen das Personal Tipps für Ihren Zeitzbesuch.

In Kürze veröffentlichen wir hier eine interaktive Karte mit unseren Tipps

Besuch der Michaeliskirche

Ausgeruht besichtigen Sie die Michaeliskirche mitten im Zentrum der Altstadt.
Zur Besichtigung  des Thesendrucks von Martin Luther wird um Voranmeldung gebeten.

michaeliskriche sw

  1. Mehr zur Michaeliskirche

    (Text:  zeitz.de) Seit der Mitte des 10. Jahrhunderts wurde die überwiegend slawische Bevölkerung im Gebiet von Saale, Unstrut und Weißer Elster missioniert.

    Dazu entstand 968 das Bistum Zeitz. Bereits zu dieser Zeit wurde von einer Ansiedlung mit einer steinernen Kirche auf einer Anhöhe berichtet, die auf die heutige Oberstadt mit der Michaeliskirche hinweisen könnte.

    MichaeliskircheDie erstmalige urkundliche Erwähnung der Pfarrkirche der Oberstadt stammt aus dem Jahre 1154. In der Urkunde wurde die Kirche mit allen Besitzungen an Land, Gebäuden und Ernteanteilen dem 1147 geweihten Nonnenkloster St. Stephan einverleibt, das sich südwestlich der ältesten Zeitzer Ansiedlung befand. Die Kirche diente der Oberstadt als Pfarrkirche. Weithin war sie am westlichen Ende des Plateaus oberhalb der Bischofsburg sichtbar. Man benannte die Kirche wohl bewusst nach dem Erzengel Michael, mit dem man Schutz vor den heidnischen Göttern verband. Ursprünglich besaß die romanische Basilika einen kreuzförmigen Grundriss.

    Dem hohen Hauptschiff schlossen sich nördlich und südlich je ein schmaleres und niedrigeres Seitenschiff an. Bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden erste bauliche Veränderungen getätigt, indem die runden romanischen Fenster durch schmale spitzbogige frühgotische Fenster ersetzt wurden.

    Um 1450 wurde das Gebäude im spätgotischen Stil umgebaut, die Seitenschiffe wurden der Höhe des Hauptschiffes angepasst und verbreitert, wodurch sich ein fast quadratischer Grundriss ergab. Der vergrößerte Innenraum wurde oben durch 13 Kreuzgewölbe abgeschlossen und mit einem gemeinsamen Dach aus Hohlziegeln bedeckt. Zwei quadratische Türme mit lange Spitzen prägten das Bild an der Westseite des Kirchengebäudes. Zum Schutz des Nonnenklosters St. Stephan vor Übergriffen während des Sächsischen Bruderkrieges (1446 bis 1451) ließ Bischof Peter von Schleinitz die Nonnen in das nördlich der Kirche errichtete Gebäude Michaeliskirchhof 9 übersiedeln. Für sie wurde 1517 an der Nordwestecke der Kirche ein Anbau mit Kapelle errichtet, die von den Nonnen über einen Holzgang betreten werden konnte, der aus der ersten Etage des Wohnhauses über den Michaeliskirchhof führte.

    Um 1520 entstand u.a. die mit einem spitzen Giebel versehene Eingangshalle; die Sakristei im Anbau an der Nordostecke wurde um ein Stockwerk erhöht, in welchem die Bibliothek untergebracht wurde. Die Ansichten Luthers fanden auch in Zeitz ihre Anhänger.

    Ab 1537 predigte Johann Cramer auf evangelische Weise, 1539 wurde Eberhard Brißger erster Superintendent des von da an evangelischen Gotteshauses. 1541 ließ Kurfürst Friedrich von Sachsen das Nonnenkloster St. Stephan auflösen und dessen Vermögen einem “Gemeinen Kasten” zur Unterstützung der evangelischen Kirchen zufließen.

    Luthers Nachfahren schrieben ihren Teil der Zeitzer Stadtgeschichte mit. Sein Enkel Johann Ernst Luther heiratete im Jahre 1610 Martha, die Tochter des damaligen Zeitzer Bürgermeisters Jeremias Blumenstengel. Ihre acht Kinder begründeten die Zeitzer Lutherlinie. Dr. Friedrich Martin Luther war von 1726 bis 1742 Erster Bürgermeister von Zeitz.

    Eine Veränderung am Äußeren der Michaeliskirche wurde 1670 vorgenommen. Nachdem im Jahre 1650 der südliche der beiden gotischen Türme abgebrannt war, ließ Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz auch den Nordturm abtragen und einen 45 Meter hohen Mittelturm mit zwei seitlichen kleineren Türmen errichten. Die barocken Hauben auf den Türmen ließ er dem Uhrturm seines Schlosses Moritzburg nachempfinden. Letzte Umbauten an der Außenseite fanden dann im Jahre 1844 statt, als man u.a. an Nord- und Südseite der Kirche jeweils drei Zwerchgiebel im gotischen Stil hinzufügte. Außerdem ersetzte man die Hohlziegel des Daches durch Schieferplatten, stabilisierte die Turmfront durch Stützpfeiler und verstärkte die Westwand mit einem Vorbau mit spitzem Giebel.

    Im Jahre 1882 entdeckte man bei Renovierungsarbeiten einen originalen Plakatdruck von Luthers Thesen von 1517. Der Druck war in einem Sammelband mit Schriften Luthers zum Ablasshandel enthalten, den der Zeitzer Krämer Lucas Scholz im Jahre 1613 der Bibliothek der Michaeliskirche geschenkt hatte.

    Weltweit existieren heute nur noch sechs Exemplare dieses bedeutsamen Dokuments, dessen Faksimile heute im Gemeindezentrum am Michaeliskirchhof zu besichtigen ist.

    Kontakt: 03441/213681

Das Highlight – Schloss Moritzburg

Das  Museum Schloss Moritzburg ist das kulturelle Zentrum der Stadt.
Sie finden hier tolle Exponate im Deutschen Kinderwagenmuseum, spannende Sonder- und interessante Dauerausstellungen.

moritzburg

  1. Mehr zur Moritzburg

    Das Zeitzer Museum liegt in der ehemaligen Residenz der Herzöge von Sachsen-Zeitz, im Schloss Moritzburg an der Weißen Elster. Das barocke Schlossensemble der Moritzburg Zeitz besteht aus dem dreiflügeligen Hauptgebäude im hinteren Schlosshof, sowie der gotischen Schlosskirche St. Peter und Paul, dem barocken Torhaus und den Nebengebäuden, die sich um den vorderen Schlosshof gruppieren.

    moritzburgDie Anlage ist von Wehranlagen und einem Wallgraben umgeben. Die nördlich außerhalb der Befestigungsanlagen liegende ebenfalls barocke Orangerie ergänzt das Ensemble. Der in seiner Geschlossenheit einzigartige Schloßkomplex bildet den Kern des Areals der Landesgartenschau Sachsen-Anhalts, die 2004 in Zeitz stattgefunden hat.

    Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen legte 1652 in seinem Testament die Aufteilung des Landes unter seine vier Söhne fest. Es entstanden die Sekundogenitur-Herzogtümer Sachsen-Merseburg, Sachsen-Weißenfels und Sachsen-Zeitz.

    Der älteste Sohn, der Großvater Augusts des Starken, erhielt neben seinen Erblanden die Kurwürde und residierte in Dresden. Moritz, der jüngste Sohn, übernahm 1653 die Administration über das Stift Naumburg-Zeitz. Ein Jahr nach dem Tode seines Vaters, 1657, trat er die Regierung des Herzogtums Sachsen-Zeitz an.

    Auf den Grundmauern des im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Bischofsschlosses ließ er ein neues Schloß erbauen, das er "Moritzburg an der Elster" nannte.

    Doch schon 1718, mit dem Tode seines Sohnes Herzog Moritz Wilhelm, fiel das Herzogtum gemäß den Festlegungen im Testament Johann Georgs I. an das Kurhaus in Dresden zurück.

    Am 19. März 1657 erfolgte die Grundsteinlegung zum Schlossneubau. Zum Architekten und Baumeister berief Herzog Moritz den in weimarischen Diensten stehenden, fürstlich-sächsischen Landbaumeister Moritz Richter (1620-1667). Richter verstand es, unter Einbeziehung der alten Kirche und Beachtung des Grundrisses der zerstörten Bischofburg ein Schloßensemble im Stil des frühen Barock zu gestalten. Johann Moritz Richter (1647-1705) vollendete nach dem Tode seines Vaters den Bau. 1663 bezog Herzog Moritz die Räume des fertiggestellten Südflügels.

    Um 1678 war der Bau der Residenz der Herzöge von Sachsen-Zeitz abgeschlossen.Der "Dom" wurde als Schloßkirche in das frühbarocke Ensemble einbezogen. Torgebäude, Mauertürme und Grabensysteme gaben der Anlage ein wehrhaftes Aussehen. Nach dem Tode des letzten Herzogs von Sachsen-Zeitz gestaltete sich das Schicksal des Schlosses wechselhaft; es wurde den verschiedensten Nutzungen unterzogen.
    (Text: zeitz.de)

Besichtigung Dom St. Peter und St. Paul

Besichtigung des  Doms St. Peter und Paul am Fuß von Schloss Moritzburg. Der Dom ist die 56. Station an der Straße der Romanik.

  1. Mehr über Dom St. Peter und Paul

    domst. peter und paul detailEine der ältesten Hallenkrypten Deutschlands finden Sie im Dom St. Peter und Paul.

    Die 56. Station an der Straße der Romanik befindet sich im Gelände der Moritzburg Zeitz.

    Die Moritzburg war ursprünglich die Burg der Bischöfe von Zeitz-Naumburg. Einen Teil der im 10. Jh. gegründeten Burg stellt der ehemalige Dom St. Peter und Paul dar. Die heute turmlose, vierjochige, aus Sandsteinquadern bestehende Hallenkirche ist dreischiffig mit Querhaus und gestrecktem Chor.

    Der älteste romanische Teil befindet sich unter dem Chor. Die aus der 1. Hälfte des 11. Jh. stammende dreischiffige, vierjochige Hallenkrypta besitzt ein scharfgratiges Kreuzgewölbe zwischen kräftigen Gurten und Säulen mit kämpferlosen Kapitellen.

    Der ursprünglich aus der Kirche des Benediktinerklosters Posa stammende Taufstein im nördlichen Seitenschiff ist das älteste Ausstattungsstück im Kirchenraum. Er stammt aus der Zeit um das Jahr 1250. Die ursprünglich kreuzförmige, aus drei Schiffen bestehende Basilika wurde im 14. und 15. Jahrhundert zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut. Zunächst wurden der gotische Chor und die Sakristei gebaut, später das nördliche Seitenschiff verbreitert.

    Aus dieser Zeit stammen u.a. die Apostelfiguren an den Ostseiten der Längspfeiler sowie das Relief des Bauern Käselieb, des Helden einer Zeitzer Sage, in der Hohlkehle des Wandpfeilers auf der Empore. Die bronzenen Platten im Bereich des Chores sind bedeutende Grabmale des Mittelalters.

    In ihrer Nähe befindet sich das Grabmal von Julius von Pflug (gest. 1564), des letzten Bischofs von Naumburg-Zeitz. Ebenfalls in der Zeitzer Stiftskirche begraben wurde der bedeutende Gelehrte und Humanist Georg Agricola (gest. 1555), der als Begründer der Mineralogie gilt. An ihn erinnert eine Gedenkinschrift im Eingangsbereich des Domes.

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REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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