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„Kathedralen der Industrie“

„Kathedralen der Industrie“

Malerei und Grafik von Gerhard Schwarz im Schloss Moritzburg

Mit der Kunst von Gerhard Schwarz sei es wie in der Musik „In Form und Farbe vibrierende Gegenstände“ seien zu sehen „…wie die Töne aus einem gut gestimmten Instrument“, so Roland Rittig gestern zur Einführung in die Ausstellung mit Malerei, Zeichnung und Grafik des Künstlers aus Halle.

Mit „Stille Bilder“ ist dem Museum Schloss Moritzburg erneut eine überregional bedeutsame Ausstellung gelungen. Aus zwei Gründen bedeutsam. Erstens stellt mit Prof. Gerhard Schwarz einer der zweifelsfrei bedeutsamsten Maler Mitteldeutschlands aus. Zweitens sind einige der aus verschiedenen Sammlungen und Privatbesitz zusammen gestellten Werke zuvor noch nicht öffentlich zu sehen gewesen.

„Stille Bilder“ zeigt einen gut gewählten Querschnitt aus Schwarz‘ Schaffen. Zu sehen sind neben großartigen Malereien, zauberhafte Aquarelle, filigrane Zeichnungen und Druckgrafik.

„Stille Bilder“. Vielleicht sind sie es noch auf den ersten Blick, still. Still durch die einzigartig feine Farbigkeit, die oft leicht tonig und doch transparent bleibend den Blick in den Raum im Bild öffnen. Still bleiben sie nicht, wenn du dich darauf einlässt, in der Tiefe des Raumes zu entdecken, was Schwarz sieht.

Hier malt jemand mit „Klugheit, unglaublicher Beobachtungsgabe und wachem Verstand“, wie Rittig die Arbeit von Schwarz in der Einführung beschrieb. „Kathedralen der Industrie“, treffender sind etwa dessen Industriebilder nicht zu beschreiben. Mit diesen Bildern setzte der Maler vollkommen neue Akzente in der hierzulande traditionsreichen Industriemalerei. Dabei bleibt Schwarz immer bei dem was er sieht, keine vordergründige Botschaft zu vermitteln suchend, keine Moralpredigt haltend.
Und diese Farben! Die fein-luftigen Aquarellblüten kannst du als Stille Bilder begreifen oder sie wie einen farbigen Dom durchschreiten.

Versuchen Sie es! Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 9. Oktober 2016.

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Montag Geschlossen
Dienstag 10:00-17:00
Mittwoch 10:00-17:00
Donnerstag 10:00-17:00
Freitag 10:00-17:00
Samstag 10:00-17:00
Sonntag 10:00-17:00

Das Museum ist auch an Montagen geöffnet, wenn diese auf einen gesetzlichen Feiertag fallen. So erwartet das Zeitzer Museum zum Beispiel auch am Ostermontag und am Pfingstmontag seine Gäste.

Letzter Einlass: 16.30 Uhr

Schloß Moritzburg

Schloßstraße 6
06712 Zeitz

Telefon: (03441) 212546
Telefax: (03441) 619331

Email:  moritzburg@stadt-zeitz.de

Museum Schloss Moritzburg Moritzburg für Kinder Termintipps Moritzburg

Das Zeitzer Museum liegt in der ehemaligen Residenz der Herzöge von Sachsen-Zeitz, im Schloss Moritzburg an der Weißen Elster. Das barocke Schlossensemble der Moritzburg Zeitz besteht aus dem dreiflügeligen Hauptgebäude im hinteren Schlosshof, sowie der gotischen Schlosskirche St. Peter und Paul, dem barocken Torhaus und den Nebengebäuden, die sich um den vorderen Schlosshof gruppieren.

Die Anlage ist von Wehranlagen und einem Wallgraben umgeben. Die nördlich außerhalb der Befestigungsanlagen liegende ebenfalls barocke Orangerie ergänzt das Ensemble. Der in seiner Geschlossenheit einzigartige Schloßkomplex bildet den Kern des Areals der Landesgartenschau Sachsen-Anhalts, die 2004 in Zeitz stattgefunden hat.

Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen legte 1652 in seinem Testament die Aufteilung des Landes unter seine vier Söhne fest. Es entstanden die Sekundogenitur-Herzogtümer Sachsen-Merseburg, Sachsen-Weißenfels und Sachsen-Zeitz.

Der älteste Sohn, der Großvater Augusts des Starken, erhielt neben seinen Erblanden die Kurwürde und residierte in Dresden. Moritz, der jüngste Sohn, übernahm 1653 die Administration über das Stift Naumburg-Zeitz. Ein Jahr nach dem Tode seines Vaters, 1657, trat er die Regierung des Herzogtums Sachsen-Zeitz an.

Auf den Grundmauern des im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Bischofsschlosses ließ er ein neues Schloß erbauen, das er "Moritzburg an der Elster" nannte.
Doch schon 1718, mit dem Tode seines Sohnes Herzog Moritz Wilhelm, fiel das Herzogtum gemäß den Festlegungen im Testament Johann Georgs I. an das Kurhaus in Dresden zurück.

Am 19. März 1657 erfolgte die Grundsteinlegung zum Schlossneubau. Zum Architekten und Baumeister berief Herzog Moritz den in weimarischen Diensten stehenden, fürstlich-sächsischen Landbaumeister Moritz Richter (1620-1667). Richter verstand es, unter Einbeziehung der alten Kirche und Beachtung des Grundrisses der zerstörten Bischofburg ein Schloßensemble im Stil des frühen Barock zu gestalten. Johann Moritz Richter (1647-1705) vollendete nach dem Tode seines Vaters den Bau.

1663 bezog Herzog Moritz die Räume des fertiggestellten Südflügels. Um 1678 war der Bau der Residenz der Herzöge von Sachsen-Zeitz abgeschlossen.Der "Dom" wurde als Schloßkirche in das frühbarocke Ensemble einbezogen. Torgebäude, Mauertürme und Grabensysteme gaben der Anlage ein wehrhaftes Aussehen. Nach dem Tode des letzten Herzogs von Sachsen-Zeitz gestaltete sich das Schicksal des Schlosses wechselhaft; es wurde den verschiedensten Nutzungen unterzogen.

Text: zeitz.de

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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