Januar 12, 2026

  • tiktok
aktuell oben
Stipendium am REALLABOR ZEKIWA

Stipendium am REALLABOR ZEKIWA

… für Studierende und AbsolventInnen der Burg

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vergibt 2026 innerhalb des Projekts Reallabor ZEKIWA Zeitz (RZZ) zwei Nachhaltigkeitsstipendien an Studierende und Absolvent*innen der Fachbereiche Kunst und Design. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2026.

Das dreimonatige Arbeitsstipendium in Zeitz bietet Raum, die eigene künstlerische, gestalterische oder wissenschaftliche Praxis im lokalen und sozialen Kontext zu erproben und weiterzuentwickeln. Das Stipendium ist vergütet; eine Unterkunft vor Ort wird kostenfrei gestellt.

Für 2026 werden Projekte gesucht, die sich mit „materiellen und immateriellen Reststoffen“ auseinandersetzen. Dieser Schwerpunkt ist eng mit der Geschichte und Gegenwart der Stadt Zeitz, der inhaltlichen Ausrichtung des RZZ und aktuellen Fragestellungen der Nachhaltigkeit verknüpft.

  1. Leistungen und Rahmenbedingungen

    • Arbeitsaufenthalt in Zeitz: 1. August – 31. Oktober 2026
    • Förderung: 1.650 Euro / Monat (inkl. Reise-, Transport- und sonstiger Kosten)
    • Kostenfreie Unterkunft in Zeitz
    • Materialkostenzuschuss: bis zu 1.000 Euro
    • Unterstützung bei Vernetzung und Austausch mit Akteur*innen des RZZ, Bewohner*innen, Institutionen und Unternehmen
    • Durchführung einen Workshops durch die Stipendiat*innen in Zeitz gemeinsam mit den RZZ-Bauhaus Agent*innen
    • Öffentliche Bereitstellung der Ergebnisse (z.B. Installation, Ausstellung, Publikation, Performance, partizipatives Format etc.); Unterstützung hierbei durch Projektkoordination
    • Erstellung einer Abschlussdokumentation (2–3 Seiten)

  2. Themenschwerpunkt 2026: Materielle & immaterielle Rohstoffe

    Zeitz ist eine Stadt tiefgreifender Transformationen – von der Dom- und Residenz-stadt über den Industriestandort im mitteldeutschen Braunkohlerevier bis hin zur Deindustrialisierung nach 1990 und dem gegenwärtigen Strukturwandel.
    Überall in der Stadt sind entsprechende Spuren, Fragmente und Überlagerungen zu finden: In Gebäuden, Böden, Brachen, im Untergrund ebenso wie in den Erinnerungen, Erzählungen und Erfahrungen der Menschen vor Ort. Sie verweisen auf Vergangenes und Gegenwärtiges  – vor allem bergen sie bislang wenig beachtete Potentiale.
    Das Stipendium lädt dazu ein, diese Reststoffe – materiell oder immateriell – künstlerisch, gestalterisch oder forschend zu erkunden. Welche Bedeutungen, Qualitäten, Konflikte oder Möglichkeitsräume tragen sie in sich? Wie lassen sie sich sichtbar machen, neu denken oder in aktuelle Kontexte überführen? Was passiert, wenn wir sie als Ressource begreifen?
    Dabei geht es nicht allein um die Reststoffe von gestern. Täglich kommen neue hinzu, durch Abfall- und Nebenströme in Industrie, Haushalt oder Landwirtschaft, aber auch durch Routinen und soziales Wissen. Wie lassen sich diese einbeziehen, reflektieren, visualisieren oder verarbeiten?
    Im Reallabor werden dazu bereits verschiedene Ansätze erprobt – etwa mit Weizenspreu, Staudenknöterich, Regenwasser, baulichen Fragmenten oder Baustoffen. An diese Experimente kann im Austausch mit dem vielfältigen Kreis der Projektbeteiligten angeknüpft oder ein vollkommen eigener Zugang zum Thema entwickelt werden.
  3. Teilnahmebedingungen

    Die Ausschreibung richtet sich an BURG-Studierende und -Absolvent*innen :

    • Aus den Fachbereichen Kunst oder Design
    • Abschluss (Bachelor, Diplom, Master, Meisterschüler*in, Promotion oder Staatsexamen) bis spätestens August 2026
    • Abschluss liegt maximal drei Jahre zurück

  4. Bewerbung

    Die Bewerbung erfolgt ausschließlich digital über das Upload-Portal. Bitte fassen Sie alle Unterlagen in einer einzigen PDF in druckbarer Auflösung (DIN A4, max. 30 Seiten, max. 30 MB) zusammen und benennen diese wie folgt: Nachname_Vorname.

    Einzureichende Unterlagen:

    • Bewerbungsformular – ausgefüllt und unterschrieben
    • Projektskizze* – max. 2 Seiten Text, max. 4 Seiten Abbildungen
    • Vita – max. 2 Seiten
    • Portfolio/Arbeitsproben
    • Hochschulabschlusszeugnis (falls bereits vorhanden)

    *Hinweise zur Projektskizze

    Bitte beschreiben Sie darin folgende Aspekte:

    • Ihren Zugang zum Thema „materielle und immaterielle Reststoffe“
    • Ausgangspunkt des Projekts und erste konzeptionelle Ideen / Fragestellungen
    • Bezug zur Stadt Zeitz
    • Ihren Arbeitsprozess vor Ort (z.B. Arbeitsphasen, methodischer Zugang)
    • Falls zutreffend: Ihre partizipativen Ansätze
    • Zielsetzung des Projekts oder bewusste Offenheit des Ansatzes

Alle weiteren Informationen zum Stipendium, Hintergrund zum Reallabor, Ansprechpartner finden Sie mit Klick auf den Button:

Mehr Informationen

Quelle: Burg Halle

About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

Related posts