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Frauen mit hüpfenden Herzen

Frauen mit hüpfenden Herzen

Porträts von „Frauen im Strukturwandel“ am Neumarkt

Ob die Aussage „Da hüpft mir das Herz“ von Tina Uhlemann vom Zeitzer Stadtlabor für jede der 12 porträtierten Frauen gilt? Vermutlich, denn alle erzählen mit Begeisterung von ihren Projekten oder Aktivitäten im Strukturwandel der Region. Erzählt werden ihre Geschichten in einer Ausstellung und einem begleitenden Magazin. 12 Frauenporträts und ihre Geschichten, so vielfältig und bunt wie der Strukturwandel selbst, der ja nicht nur „in politischen Debatten oder ökonomischen Strategien“ eine Rolle spielt. Was dieser Wandel für die Gesellschaft und für den/die Einzelnen bedeutet, wie er im Alltäglichen konkret wird und wie eben jene, die (scheinbar) Einzelnen selbst mitgestalten können, davon erzählen diese Porträts.

Zu sehen und zu lesen sind sie im Just Transition Center (JTC) der MLU am Neumarkt 3. Frauenpower pur war dort gestern (8. März) zur Eröffnung angesagt. Schließlich war Internationaler Frauentag.
Die Ausstellung – eine Kooperation des JTC mit der Agentur für Aufbruch und regionalen Praxispartnern – macht sichtbar, womit gesellschaftlicher Wandel einher geht. Die Möglichkeiten von Teilhabe sind dabei ebenso wichtig wie Anerkennung und Sichtbarwerden.

Auch Infragestellung ist in solchen tiefgreifenden Prozessen erlaubt, muss erlaubt sein, ist nötig sogar. Hinnehmen wie selbstverständlich, das jedenfalls ist nicht die Sache der Protagonistinnen, die hier ihre von Hermine Bähr (darunter links) aufgezeichneten Geschichten erzählen. Revierscout Katja Wendland (darunter rechts) zog dafür die organisatorischen Fäden.

„Die Welt ist hier“ stellt Anja Reißmann (Bild rechts) fest. Ihre Welt ist Zeitz und in Zeitz das Stadtlabor, das sie mit Tina Uhlemann, Sandy Wegnershausen und anderen betreibt. Das Stadtlabor inmitten der Stadt, im Magazin als „ein offenes Zentrum für Kultur, Bildung und Engagement“ beschrieben, ist es vor allem ein Ort der Begegnung.
Mit anderer inhaltlicher Ausrichtung, doch auch im Stadtzentrum und langfristig angelegt ist das Lieblingskind „KRIMZKRAMS“ von Katrin von Ow und Charlotte Blume. Von Letzterer erzählt wird noch ihr „anderes Leben“, in dem sie „Mit Kultur den Blick weiten“ will. Und den Blick weitet.

Einen weiten Blick auf ihre und die Lebenswelt anderer, den zeigen alle in der Ausstellung und dem Magazin porträtierten Frauen. Ob die Gestaltung der maroden Bushaltestelle im Dorf, die Auferstehung eines Treffs für Jugendliche mit Jugendlichen, das aufgemöbelte historische Feuerwehrauto oder die Gestaltung von Heimatblättern – jedes Projekt, jede einzelne Geschichte ist des Erzählens, des Sichtbarmachens und damit der Anerkennung wert. Denn diese Geschichten erzählen von Menschen, die handeln und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

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Öffnungszeiten der Ausstellung und Programm der Frauenwochen:

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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