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Vom Zauber des Anfangs

Vom Zauber des Anfangs

Warum SchülerInnen Texte von Hermann Hesse einsprechen

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Diese Verse aus Hermann Hesses vielleicht berühmtestem Gedicht „Stufen“, an diesem Nachmittag unzählige Male von jugendlichen Stimmen gesprochen. Mal leise flüsternd gehaucht, mal laut aus voller Kehle, mal von einem Cello sanft begleitet, mal jeder für sich, mal alle zusammen. Ein paar Durchgänge zur Probe, dann gilt es „Ton ab“. Es dauert ein bisschen, bis die Aufnahmen sitzen.

Schülerinnen und Schüler des Geschwister Scholl Gymnasiums (GSG) sprechen in der Bibliothek ihrer Schule zwei Texte von Hermann Hesse ein. Sie werden einen dokumentarischen Kunstfilm über die Freundschaft des Dichters Hermann Hesse mit dem Maler Hans Sturzenegger akustisch illustrieren. Das Projekt des Kultur- und Kunstvermittlers Beat Toniolo soll im Mai uraufgeführt werden.

Toniolos Idee, Jugendliche Stimmen einzubeziehen trugen wir Till Malte Mossner vor. Der Leiter des Oberstufenchores des GSG war sofort begeistert, sprach Jugendliche an und nun also der Zauber des Anfangs. Der noch besonderen Zauber dadurch gewinnt, dass wir nun zwar die Aufnahmen im Sack haben, aber das Ende noch nicht kennen. Alle sind gespannt, was davon wie in dem voraussichtlich 25 minütigen Film eingesetzt werden wird. Für die Aufnahmen konnten wir Philipp Eckel gewinnen, der seine Technik in der Bibliothek aufbaute und über die Qualität wachte.

Der Film erzählt die Geschichte einer Reise. Im Herbst 1911 (!) unternahm der Schaffhauser Maler Hans Sturzenegger, damals 36, mit dem deutschen Schriftsteller Hermann Hesse, damals 34, eine Schiffsreise. Das Ziel war Indien. Die Fahrt führte die beiden Künstler über Sri Lanka, Malaysia, Singapur (wo die Familie Sturzeneggers unternehmerisch tätig war) bis nach Sumatra. Eine für die beiden Künstler sehr intensive Zeit. Der Film werde „Ein außergewöhnlicher Doku-Kunstfilm (Kurzfilm, ca. 25 Min. mit „stopmotions“-Animations-Sequenzen sowie Bilder-, Illustrations-, Literatur und Musikelementen / Illustrationen auch von KARIN WIDMER)“, beschreibt Beat Toniolo den Streifen.

Auf die neugierigen Fragen der Jugendlichen, wann denn wo der Film gezeigt werde, verwies Toniolo einen schon fixen Termin in der Schweizer Botschaft in China. Er wolle aber auch dafür sorgen, dass er hier in Zeitz gezeigt wird und versprach die Einladung an alle Mitwirkenden.
Danke an die Jugendlichen Mitwirkenden, Till Malte Mossner für die Vermittlung, dem GSG für die Räumlichkeiten, Philipp Eckel für den Ton und Beat Toniolo für die Idee und die Begleitung.

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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