Reallabor mit Überraschungen

Reallabor mit Überraschungen

Viel Interesse beim Sommerfest

So ein Raum der Möglichkeiten im Reallabor ZEKIWA bietet doch tatsächlich einiges an spontanen Nutzungsvarianten. Zum Beispiel den flugsen Umbau zu einer langen Tafel, wenn das für draußen geplante gemeinsame Essen buchstäblich ins Wasser zu fallen droht. Und während es draußen regnet nahm man drinnen vergnügt das Essen ein, das unterm Zeltdach von fleißigen Händen frisch bereitet wurde.

Dieses Sommerfest des Reallabors ZEKIWA bot seinen Gästen ein paar Überraschungen. Nachmittags gab es zum Kaffee frisch gebackene grüne Waffeln. Grün, weil ihr Teig mit Algen angerührt wird. Nur auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, vor allem beim Blick in die Teigschüssel. Geschmacklich sind sie nicht von dem Gewohnten zu unterscheiden, dafür enthalten sie wegen der Algen aber viele Proteine. Und, sie wachsen nach! Unter Nachhaltigkeitsaspekten werden aus Algen hergestellte Nahrungsmittel künftig stark an Bedeutung gewinnen.

Bau dir nach gut lesbaren Anleitungen leichte Möbel für kleines Geld hieß es im „Zeitzer Zimmer“. Designstudenten der Hochschule Anhalt düftelten an leicht selbst zu bauenden und flexiblen Möbeln – eine Anrichte, ein Regal, Tische und Stühle aus leichtem Holz. Wer mochte, der konnte schon mal den Hammer schwingen, bohren oder sägen.

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Besonders erfreulich war dabei die Resonanz. Eine Gruppe Jugendlicher blieb sogar bis zum Abend und über den Tag sahen wir viele Gesichter von Interessierten, die sich erstmals im Reallabor umsahen und die Angebote annahmen. Die meisten machten auch die Schnitzeljagd mit, bei der es darauf ankam, an den Stationen Aufgaben zu lösen oder den gewissen Stempel zu finden, mit dem man seine eigene kleine Reallaborlandschaft in einem Heft gestalten konnte.

Überhaupt war das Interesse an der Ausstellung im Raum der Möglichkeiten groß. Nicht wenige, die sich überrascht zeigten, was es hier zu sehen gibt. Und zu besprechen. Denn an den unterschiedlichen Ausstellungsschwerpunkten gaben die Projektpartner des Reallabors Auskunft über ihre Arbeiten bisher und was momentan in der Mache ist. Die „TräumeApp“ zum Beispiel, die via Foto und Wunschansage ein Gebiet der Stadt oder ein Gebäude in Sekundenschnelle wunschgemäß verwandelt. Sie ist mehr als ein Spielzeug, kann sie doch auch wertvolle Anregungen für Stadtentwicklung- und Gestaltung geben. Viele Fragen wurden nebenan gestellt, wo daran getüftelt wird, wie natürliche Materialien oder Reststoffe als Baustoffe der Zukunft entwickelt werden können.

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Gewachsen ist die Ausstellung für diesen Tag um Kostüme, Kunststücke und Spielzeuge, die in den Workshops mit den Bauhausagentinnen an Zeitzer Schulen entstanden – von bunt, phantasievoll bis zweckmäßig ist hier vieles zu entdecken.

Am Ende des Sommerfestes gab es noch ein kleines Highlight – den kurzen Dokumentarfilm über die Arbeit des Reallabors. Er gibt Auskunft darüber, welche Partner mit welchen Aufgaben und Zielen am Reallabor ZEKIWA Zeitz arbeiten. Wenn die eben erst fertiggestellte Dokumentation öffentlich ist, werden wir berichten. Demnächst mehr über das Reallabor.

Demnächst in KulturZeitz

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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