Graffitti und Kochen für die lebendige Nachbarschaft
Quelle: Pressemitteilung Reallabor ZEKIWA Zeitz
Schülerinnen und Schüler der GfM in Zeitz gestalteten Anfang September im Reallabor ZEKIWA Zeitz ein Graffiti. Unter Anleitung des Graffiti-Künstlers Moritz Linsel brachten sie ihr Werk auf eine riesige Wand aus Trapezblech. Mit der farbenfrohen Gestaltung für eine Gebäudenotsicherung in der Liebknechtstraße setzen sie ein zukunftsweisendes Zeichen für den Umgang mit Denkmalen in der Stadt.
Dieses Zeichen wollen sie nun direkt am Ort der Öffentlichkeit präsentieren und laden herzlich ein für
Mittwoch, 21. Oktober 2026 um 15:00 Uhr in die Liebknechtstraße 10 in Zeitz
Bei Kürbissuppe und warmen Getränken sprechen die Jugendlichen und der Zeitzer Graffiti-Künstler Moritz Linsel, der Denkmalschutz der Stadt Zeitz und Mitarbeitende des RZZ mit der Nachbarschaft über ihre Erfahrungen, neue Wege für die aktive Gestaltung und Mitwirkung in ihrem Stadtraum.
Der Zeitzer Künstler Moritz Linsel führt einen Graffiti-Workshop mit Schülerinnen und Schülern des GfM Berufsbildungszentrums auf dem Gelände der ehemaligen Zekiwa-Fabrik durch. Die Jugendlichen entwickeln eigenständig ihr Motiv für die Trapezblechverkleidung. Organisiert wird die Werkstatt von der Begleitforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Im Rahmen einer denkmalrechtlichen Ersatzvornahme entstand der Wunsch, die großflächige Blechverkleidung als Leinwand zu nutzen. Gestaltet wird die gesamte Etagenfront eines Gründerzeithauses in der Liebkechtstraße 10, Zeitz.
Das Ziel ist, gemeinsam mit Jugendlichen ein buntes und optimistisches Zeichen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Straße entstehen zu lassen. Denkmalschutz wird dabei nicht allein als Schutz von Spuren vergangener Zeiten verstanden. Damit Denkmal zukunftsfähig bleibt, muss sich die junge Generation mit ihrer Stadt identifizieren und die Möglichkeiten bekommen, aktiv an ihrer Gestaltung mitzuwirken. Die Idee stammt von Carsten Bernstein von der Denkmalpflege der Stadt Zeitz. Handwerkliche Arbeiten übernahm die Firma Dachdecker Lippold.
Das Gebäude Liebknechtstraße 10 steht mit seiner Fassadendekoration stellvertretend für Straßenansichten aus der Zeit um 1900. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde Stuck entfernt, um das Gebäude neueren modernistischen Vorstellungen anzupassen. Das Denkmal ist somit nicht nur ein Fensterausblick auf einen bestimmten Zeitpunkt der Vergangenheit, sondern es steht für eine lebendige Weiterentwicklung der Stadt. In diesem Sinne bedeutet die Erhaltung der Liebknechtstraße weit mehr als die Konservierung einer Zeitschicht. Mit künstlerischen Aktionen und aktuellen Gestaltungen werden die Blickwinkel der nachwachsenden Generationen aufgenommen. Diese sorgen für Identifikation und eine Motivation zur aktiven Mitgestaltung der Stadt.
Eine Veranstaltung der Stadt Zeitz (Denkmalschutz) und des RZZ (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Forum Rathenau e. V.)
Infos zur Aktion und dem RZZ:
Dr. Christina May, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
0176-20508637
RZZ@strukturwandel.uni-halle.de
www.reallabor-zekiwa-zeitz.de
Altmarkt 1, 06712 Zeitz
03441-83403
Titelfoto: Carsten Bernstein (Ausschnitt)





