Ein architektonisches Highlight feiert Richtfest
Als wir vor nicht einmal drei Wochen Rainer Helms zum Filmen in die Lichtentanner Zimmerei begleiteten, war schon zu ahnen, das würde ein sehr besonderes Bauwerk (Bild rechts). Die Außenwände aus schwarz lasiertem Lärchenholz stehen in einem wohligen Kontrast zum Innen aus unbehandelter heller Kiefer.
Keine Woche später hub ein großer Kran die hölzernen Wände der künftigen Naturklangkapelle über die Dächer der Haynsburg. Heute schon (6.10.) feierten die Protagonisten dieses imposanten Bauwerkes Richtfest. Ein guter Tag für die Haynsburg.
Denn dieses Bauwerk und sein künftiges Innenleben werden viele Menschen sehen wollen. Und hören. In der sechs Meter hohen Kapelle werden die Klänge der Natur zu hören sein, eingebettet in eine eigens für diesen Ort komponierten Klanginstallation zu hören sein. Dafür haben die Klangkünstler Felix Teufel und Phillip Rumbsch in der Natur der Umgebung Geräusche aufgenommen und in die Komposition eingewoben. Auf einer innen umlaufenden Holzbank können Gäste Platz nehmen und den Garäuschen der Natur lauschend in sich kehren.
Bis es soweit ist, gibt noch reichlich Arbeit. Neben der Verkleidung des Daches mit Kupferblech sind innen die Installationen für die Wiedergabe- und Lichttechnik, sowie der Einbau der Sitzbänke noch zu erledigen. Anfang November wird es dann die feierliche Einweihung der Naturklangkapelle und Freigabe für die öffentliche Nutzung geben. Wer sie besucht kann einfach nur dort verweilen oder besagte Klanginstallation in Gang setzen und lauschen.
Heute beim Richtfest ist für den sichtlich gut gelaunten Rainer Helms erst einmal die Stunde der Freude und Dankbarkeit. Er steht dem Landschaftspflegeverein Mittleres Elstertal vor, der Bauherr der Kapelle ist. Es sei zwischen allen Gewerken eine tolle Zusammenarbeit, so Helms. Architekt Sebastian Thaut und Jörg Schwinger, Chef der Lichtentanner Zimmerei, sehen wir beieinander stehen fachsimpeln, indes sich schon Bürgermeister Frank Jacob mit den beteiligten Handwerkern austauscht. Man kennt sich und schätzt sich. „Anders als mit guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit geht ein solches Projekt nicht“, stellt Rainer Helms fest.
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Die Finanzierung der Gesamtkosten knapp über 160.000 Euro erfolgt zu 80% durch EU-Mittel und zu 20% aus Landesmitteln. Eine gute Investition in ein nachhaltiges Projekt, wie wir finden.

