
„DAS LETZTE LIED“ ROBERT WEINKAUF & PAULA LINKE
Ungehörtes frisch serviert
„Das letzte Lied“ ist – gemeinsam mit Paula Linke – Robert Weinkaufs erstes abendfüllendes Lied-Konzertprogramm, das sich zudem ausschließlich aus eigenen Kompositionen speist. Die wirkliche Besonderheit aber ist vielmehr in den Liedtexten begründet, die fast ausnahmslos auf Gedichten von zumeist unbekannteren Autorinnen des 19. Jahrhunderts fußen.
Das Konzertprogramm lebt in seiner einnehmenden Präsenz aber auch und nicht zuletzt von seinen bühnenerfahrenen Protagonisten, die sich beide der Liedinterpretation verschrieben haben und doch in „Das letzte Lied“ jeweils Dinge tun, die sie so bislang nicht öffentlich dargeboten haben: Paula Linke, selber erfolgreiche Liedermacherin, verzichtet gänzlich auf ihr eigenes Material, sogar auf ihre Gitarre, und fungiert vielmehr als multiinstrumentale „One-Woman-Band“ und Duett-Partnerin des Sängers, der wiederum seit Jahrzehnten eher mit den Genres „Mittelalterliche Musik“ und „Kammerbeat“ oder als „Konzertveranstalter“ auf Schloss Goseck im Burgenlandkreis assoziiert wird.
Den ursprünglichen Text „Sehnen“ schrieb die jüdische Lyrikerin und Schriftstellerin Gertrud Kolmar, die 1894 in Berlin geboren und im März 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Dieses „Sehnen“ nach der Rückkehr einer verloren gegangenen Liebe ist erstmals 1917 in Kolmars Sammlung „Die Verlassene“ erschienen. Im Januar 2024 ist daraus ein Lied geworden – mit einem doppelt so langen Text, bedingt durch „Erweiterungen“ aus der Feder von Weinkauf selbst. In „Sehnen (Komm, Liebste, komm)“ singt Paula Linke die Verse Gertrud Kolmars und Robert Weinkauf seine eigenen Empfindungen im Gestus des Originaltextes.
Dieses Video als Vorgeschmack ist ein Ausschnitt aus dem Premierkonzert:
Beitragsfoto; screenshot aus o.g. Video