Kaminer mit „Neues aus dem Garten“ am 9.2./19:00 im Zeitzer Capitol

Kaminer mit „Neues aus dem Garten“ am 9.2./19:00 im Zeitzer Capitol

Wladimir Kaminer läuft zur Hochform auf.

hentschel_kaminerWenn Menschen zu lange an einem Ort bleiben, geht dieser Ort kaputt. Auch die ersten Menschen wurden bekanntermaßen von Gott aus dem paradiesischen Garten Eden vertrieben, nachdem sie angefangen hatten, dort ihre Orgien zu veranstalten.

Sicher fiel Gott damals diese Entscheidung nicht leicht, doch man kann ihn schon verstehen. Nicht auszudenken, wie der Garten ausgesehen hätte, wären die Menschen dort weiter geblieben. Sie zogen los, nahmen ein paar Pflanzen und die Schlange mit, sie lebten hier und dort. Doch schnell merkten sie, ganz ohne Garten macht das Leben keinen Spaß. Also fingen die Menschen an, überall wo sie sich ansiedelten, eigene Gärten anzulegen, sie nannten sie später Schrebergärten.

An manchen Stellen gelang es ihnen, beinahe den eigenen Garten Eden auf Erden zu schaffen. An anderer Stelle haben sie Pech gehabt. Wir mussten unseren Schrebergarten nach vier Jahren abgeben. Wir hatten Probleme mit der „Spontanvegetation“.

[toggle title=“MEHR WLADIMIR KAMINER“]

Text: Agentur
Wladimir Wiktorowitsch Kaminer (* 19. Juli 1967 in Moskau, Sowjetunion) ist ein deutscher Schriftsteller und Kolumnist russisch-jüdischer Herkunft. Seine Erzählbände Militärmusik und Russendisko machten ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannt. Kaminer schreibt seine Texte in deutscher Sprache und nicht in seiner Muttersprache Russisch. Bis Juli 2010 wurden 2,9 Mio. seiner Bücher verkauft. Allein Russendisko hatte bis März 2012 eine Gesamtauflage von über 1,3 Mio.

Leben 
Kaminer ist der Sohn einer Lehrerin und eines Betriebswirts, der als stellvertretender Leiter in einem Betrieb der sowjetischen Binnenflotte arbeitete. Von 1985 bis 1987 leistete er in einer Raketenstellung vor Moskau seinen Wehrdienst ab und erlebte dabei den von der russischen Flugabwehr unbemerkten Einflug des westdeutschen Privatpiloten Mathias Rust mit, der anschließend auf dem Roten Platz landete. Nach einer Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk studierte Kaminer Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Während des Studiums verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs und dem Veranstalten von Partys und Untergrundkonzerten in der Moskauer Rockszene.

Kaminer-Eifel-Literatur-Festival-2010Im Juni 1990 bekam er humanitäres Asyl in der DDR. Noch vor dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober erhielt er die Staatsbürgerschaft der DDR und deshalb danach automatisch die bundesdeutsche Staatsbürgerschaft.

Viele Jahre war er Mitglied der „Reformbühne Heim & Welt“, auf der er wöchentlich im Kaffee Burger seine neuesten Geschichten vorlas. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen deutschen Zeitungen und Zeitschriften, hatte eine wöchentliche Sendung namens Wladimirs Welt beim SFB 4 Radio Multikulti sowie eine lose gesendete Rubrik im ZDF-Morgenmagazin und organisierte im Kaffee Burger zusammen mit Yuriy Gurzhy Veranstaltungen wie seine „Russendisko“. Musikalisch präsentieren die Veranstaltungen einen Mix aus alter und neuer russischer Popmusik und Underground. Einige Zusammenstellungen erschienen unter dem Etikett Russendisko beim Münchener Label Trikont. Im Dezember 2006 eröffnete Kaminer den Club Rodina (deutsch: Heimat) in Berlin, den er jedoch nach viereinhalb Monaten wieder aufgab. Im gleichen Jahr kündigte er an, 2011 für das Amt des Regierenden Bürgermeisters der Stadt Berlin anzutreten.

Kaminer lebt mit seiner ebenfalls aus Russland stammenden Frau Olga Kaminer, die er 1995 in Berlin kennenlernte, und seinen beiden Kindern im Ortsteil Prenzlauer Berg in Berlin.

Kontroverse um eine Äußerung beim Eurovision Song Contest 2009 
Bei einer „Countdownsendung“ der ARD vor dem Eurovision Song Contest sorgte Kaminer für eine kleine Irritation, als er die gewaltsame Niederschlagung einer nicht genehmigten Schwulendemo durch die russische Polizei relativierte und auf die Fragen des Moderators Thomas Anders mit den Worten „Die Russen sind nicht schwulenfeindlich, sie sind schwulenfreundlich, sie zeigen es nur nicht.“ reagierte.

Film 
2012 startete der Kinofilm Russendisko von Oliver Ziegenbalg, der auf Kaminers Kurzgeschichten–Band Russendisko basiert. Die Hauptrollen spielen Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Christian Friedel und Susanne Bormann.

[/toggle]

Print Friendly, PDF & Email

About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

Related posts

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.