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Die Glasarche 3 hat Ponybesuch

Die Glasarche 3 hat Ponybesuch

Die Glasarche 3 an der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Krasser hätten die Gegensätze kaum sein können, als sie uns heute begegneten. Ungeplant. Mitten in der kalten tristen Überwachungsarchitektur, zwischen Wachtürmen, Beobachtungsbrücken und Beleuchtungsanlagen liegt die Glasarche 3. Und bekommt gerade Besuch von „Glampi“ und „Pittiplatsch“, zwei Ponys aus dem Ponyhof Wolsdorf. Von dort aus hatten sich Virgina Bondik und Susanne Göring auf den Weg zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn gemacht. Zweieinhalb Stunden waren sie unterwegs, um die Eröffnung der Ausstellung „Glasarche am Grünen Band“ zu erleben.

An dem ehemaligen Machtort des DDR-Grenzregimes verweist die rund 5 Meter große gläserne Arche auf den Einschnitt, den die Grenze für Mensch und Naturraum in der Region darstellte. Sie möchte gleichsam zur Auseinandersetzung mit der jüngsten Diktaturvergangenheit, aber auch mit der heutigen Bedeutung des einstigen „Todesstreifens“ als dem größten existierenden Biotopverbund Deutschlands – „Grünes Band“ – anregen, wird die Ausstellung im Flyer beschrieben.

Eine Anregung, die gelang und bis zum 15. April zu sehen sein wird. Die exzellente Dokumentation des BUND und der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) wird sinnvoll ergänzt von Holzkunst des Thüringers Christian Schmidt. Genau, der Schmidt, der die Hand aus Eichenholz schuf, welche die Glasarche 3 hält. Dem Initiator des Projektes Glasarche 3, Rainer Helms ist die Freude und der Stolz auf die gelungene Ausstellung anzumerken. Der Vorsitzende des Landschaftspflegevereins Mittleres Elstertal e.V. bringt regelmäßig Protagonisten zusammen und macht so möglich, dass die Glasarche 3 permanent auf Reisen zu markanten Punkten oder exponierten Ereignissen ist. Nun also am Grünen Band. Auf 1.393 km schlängelt sich dieser einzigartige Biotopverbund als eine Lebenslinie durch Deutschland, die einst als Todeslinie Deutschland teilte. Entstanden ist hier eine lebendige Erinnerungslandschaft mitten durch Deutschland, die zugleich ein  geschützter Lebensraum und ökologisches Rückgrat als Grundlage seltener Tier- und Pflanzenarten ist.

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REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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