Bootsanleger an Bahnhof und Tiergarten eingeweiht
Wer einmal in einem Boot selbst paddelnd eine Gegend oder eine Stadt auf dem Wasserweg durchquert hat, der weiß um das Vergnügen (siehe Bericht über eine Bootstour auf der Weißen Elster). Völlig andere Perspektiven noch unterhalb der eines Frosches in den Wiesen, das entspannende Dahingleiten, gurgelndes Wasser, Vogelzwitschern. Wer das einmal an der Weißen Elster in Zeitz versuchte, erinnert an feuernde Waden beim Einstieg ins Boot durch Brennnesselfelder und unwegsames Gelände. Das ist nun vorbei. Denn gestern (27.3.) weihten Landrat Götz Ulrich und Oberbürgermeister Christian Thieme den brandneuen Bootsanleger am Zeitzer Bahnhof ein. Ein zweiter wurde am Tiergartenhof auf der Seite zum Naetherbad fertiggestellt. Am Bahnhof dabei sind Verbandsgemeindebürgermeister Uwe Kraneis von der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer-Forst und Bürgermeister Mark Fischer von der Gemeinde Elsteraue – beide mit ihren Gemeinden Anrainer der Kulturlandschaft Weiße Elster – und Michael Trummer mit den Zeitzer Kanuten. Als erster legte hier OB Christian ab. Und wohlbehalten wieder an.
Insgesamt sollen bei Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro an Saale, Unstrut und Weißer Elster 30 Anlegestellen baulich erneuert oder neu angelegt werden. Während ein Gr0ßteil bereits realisiert werden konnte, erfolgte in Haynsburg der Baustart, Wetterzeube und Bornitz sind zeitnah geplant. Rund zwei Millionen Euro hätte das Land, etwa 500.000 Euro der Landkreis übernommen, so Landrat Götz Ulrich: „Die Flüsse im Burgenlandkreis gehören zu den touristischen Leuchttürmen in unserer Region, sind aber auch für uns Einwohner wichtig, um gute Freizeitangebote zu haben. Um ihr gesamtes Potenzial nutzen zu können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehört eine attraktive Infrastruktur an den Gewässern. Durch den Bau neuer Anlegestellen ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, diese Infrastruktur zu verbessern und damit die Attraktivität des Wasserwanderns im Burgenlandkreis zu erhöhen.“
Was nun anstehe sei, Angebote zu entwickeln, weiß Michael Trummer. Die Anbieter von Bootsverleih stünden bereit, sich einzubringen. Gedanken machen muss man sich auch darüber, welche touristischen Ziele man mit der Kulturlandschaft Weiße Elster formuliert und wie sie vermarktet werden. Das wird ein bisschen Zeit brauchen, hat aber durchaus Entwicklungspotenzial.
Die Einweihung war für die es wissen, auch eine Erinnerung und wie ein Gruß an den im Januar viel zu früh verstorbenen Landtagabgeordneten Rüdiger Erben. Er hatte mit der SPD-Kreistagsfraktion 2018 das Thema Flusstourismus aufgerufen und 2019 einen Antrag in den Kreistag eingebracht. Für die Verbesserung der wassertouristischen Infrastruktur an Saale, Unstrut und der Weißen Elster wurden Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ beantragt und in Höhe von 1,5 Millionen Euro bewilligt.
Die Weiße Elster übrigens wurde 2020/2021 zur Flusslandschaft des Jahres gekürt (wir berichteten). Rüdiger Erben gab uns damals dieses Interview:
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