25 Jahre Ernst-Ortlepp-Gesellschaft
Sichtlich erfreut nimmt Roland Rittig eine Schenkung von Angelika Dörrscheidt entgegen. Sie habe, als sie sich mit ihrem Mann Arno zum Kauf der Nikolaikirche entschied, etwas mit der Zeitzer Geschichte befasst. Dabei sei sie beinahe zwangsläufig auf den Dichter Ernst Ortlepp gestoßen und habe etwas recherchiert. Für den heutigen Anlass erstanden die Dörrscheidts zwei seltene Ausgaben mit Texten von Ernst Ortlepp und machten sie der Ortleppgesellschaft und deren Bibliothek zum Geschenk. Es blieb nicht das einzige Geschenk an diesem Samstagnachmittag. Denn der Grafiker Dieter Goltzsche, der bereits einige Ortleppbücher illustrierte, gratulierte mit der Schenkung mehrerer Grafiken.
Vereinsgründung vor 25 Jahren
Die Ernst Ortlepp Gesellschaft wurde vor 25 Jahren gegründet. Ein Ereignis, das mit einer musikalisch-literarischen Stunde im Museum Schloss Moritzburg feierlich begangen wurde. Ausrichter war neben der Ortlepp-Gesellschaft der Partnerschaftsverein Detmold-Zeitz.
So war also die Aufteilung der Rollen zwischen Zeitz und Detmold kein Zufall. Hans Hermann Jansen aus Detmold am Flügel und der Zeitzer Franziskus Niklas Makowski am Cello begleiteten das Programm musikalisch. Die Begrüßung übernahm Kai Aghte M.A. als Vorstandsmitglied der Ortleppgesellschaft und ein Grußwort überbrachte Dr. Peter Schütze aus Detmold, der Präsident der dortigen Grabbe-Gesellschaft ist.
Letzteren erlebte das zahlreiche Publikum nochmals bei der Lesung von Ortlepptexten und Geschichten aus dessen Leben gemeinsam mit Roland Rittig.
Nach der Lesung nahm Roland Rittig als Vorsitzender der Ortlepp-Gesellschaft die beiden Detmolder Mitgestalter des Programms Hans Hermann Jansen und Dr. Peter Schütze als Ehrenmitglieder auf. Zur Partnerstadt Detmold, der dort beheimateten Grabbe-Gesellschaft und eben diesen beiden Vertretern pflegt die Ortlepp-Gesellschaft eine langjährige Kooperation.
DIE SICH NUR DER GEGENWART ERGABEN, DIE WIRD AUCH GANZ DIE GEGENWART BEGRABEN.
Mit diesen Zeilen Ernst Ortlepps war der Nachmittag überschrieben. Diese Protagonisten hier, die sich mit akribischer Hingabe um die Bewahrung des Werkes von Ernst Ortlepp bemühen, haben diesbezüglich ganz sicher nichts zu befürchten.











