Persönliche Geschichten von Menschen mit Behinderung
Im Rathaus eröffnete heute in der Ebene vor dem Friedensaal die Wanderausstellung „Mit vielen Augen sehen. Einblicke in ein Leben mit Behinderung.“ Bis 27. Februar ist sie zu sehen.
In den in Deutschland etwa 700 anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen sind derzeit rund 320 000 Menschen beschäftigt. Es gibt über diese Werkstätten viele unterschiedlichen Meinungen. Von denen, die sie äußern kennen die meisten keine der Werkstätten von innen, geschweige denn sie hätten mit den dort beschäftigten Menschen darüber gesprochen, was das Arbeiten hier für sie bedeutet. Diese Menschen erzählen nun in dieser Ausstellung ihre Geschichten.
„Mit meinen Augen sehen. Meine Geschichte“ steht unter den Porträts von 22 ProtagonistInnen, die ihre ganz persönliche Geschichte erzählen, was sie mit den Werkstätten verbindet. Zugang zu den bewegenden Erzählungen erhalten BesucherInnen der Ausstellung über einen QR-Code auf den Ausstellungstafeln. Die Geschichten sind auch einfacher Sprache zu lesen und zusätzlich als Audiodatei zum Hören dort hinterlegt.
Es bewegt, wenn René Rackebrandt erzählt: „Dank Erik habe ich es geschafft. Das ist mein kleiner Lebenstraum. Das wollte ich schon immer machen.“ René Rackebrandt darf mit amtlicher Bestätigung Gabelstapler fahren und eine Kettensäge bedienen. Doch René Rackebrandt hat eine Intelligenzminderung und zeigt Störungen im Sozialverhalten. Deshalb bekam er auch nie einen Ausbildungsplatz und besuchte eine Förderschule. Was ein Genussverstärker ist und weshalb er als solcher glücklich ist, das erzählt er in „Mit meinen Augen sehen.“ Sie sollten diese Bilder und die Geschichten dazu mit ihren Augen sehen! Bis 27. Februar haben Sie Gelegenheit dazu.
2023 hatte die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) Sachsen-Anhalt die Kampagne gestartet. In den vergangenen Jahren machte „Mit vielen Augen sehen“ unter anderem in Halle, Magdeburg, Aschersleben, Weißenfels, Bitterfeld-Wolfen, Lutherstadt Wittenberg, Haldensleben, Jessen und Köthen Station. Orte waren etwa Ministerien, öffentliche Verwaltungsgebäude, Hochschulen oder Krankenhaus-Foyers.
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