4 Minuten, 14 Sekunden

4 Minuten, 14 Sekunden

Zeitz kommt in die Wohnzimmer (4)

Zwei Tage haben wir den MDR bei Dreharbeiten in Zeitz begleitet. Am letzten wollten wir wissen, wie Ton- und Bildaufnahmen eines ganzen Drehtages zu einem Beitrag zusammengestellt und geschnitten werden. Dafür fuhr ich mit On-Reporter Duy Tran in das MDR-Funkhaus nach Halle. Zweieinhalb Stunden interessante Beobachtungen im Schnittstudio.

Daten laden im Foyer

P2-Station nennt sich das Terminal im Foyer des Funkhauses, an dem sich Duy gerade zu schaffen macht. Im Steckplatz hat er den Datenträger mit den Aufnahmen vom Tage platziert. Nach dem Auslesen und Hochladen stehen die Aufnahmen auf dem Server der MDR-Studios zur Verarbeitung bereit und können von jedem Arbeitsplatz aufgerufen werden. Wir fahren in den dritten Stock zu Schnittmeister Hardy Streifling.

Sequenz für Sequenz

Duy schwingt sich an den Rechner, ruft seine Texte auf und legt los.
Er schreibt die Texte, welche er als Kommentar zu Bildern des Beitrages sprechen wird, die ohne Tonaufnahmen sind. Vor jeder Zeile stehen die Minuten und Sekunden. Hardy lässt die Aufnahme laufen – Duy spricht dazu den Text…ist der Text für die Bildsequenz zu lang, wird sie neu beschnitten oder umgekehrt. So geht es Stück für Stück bis zur nächsten Sequenz.

Was übrig bleibt.

Ich erlebe, wie die Arbeit eines vierköpfigen Teams an einem ganzen Drehtag zusammenschnurrt auf 4 Minuten und 38 Sekunden. Das ist allerdings noch längst nicht das Ende. Dazwischen legt Hardy, der Schnittmeister schon einmal einen Filter über ein festgelegtes Bild – es wird unscharf und Hardy baut eine Schrift darüber, die noch einmal das Wichtigste einer Sequenz zusammenfasst. Duy ist wichtig, dass Kernaussagen zum Strukturwandel noch einmal visuell unterstützt werden.

Immer dieses Kürzen

4 Minuten und 38 Sekunden? Das ist zu lang, wir müssen kürzen. Also werden einmal hier 4 Sekunden und dort 10 Sekunden gekürzt. Einfach ist das nicht. Denn Duy hatte sich schließlich vor und während des Drehs eine bestimmte Dramaturgie für den späteren Beitrag zurecht gelegt, danach mit Kamera und Tontechnik das Vorgehen abgestimmt. Am Ende sind es noch 4 Minuten 14.

Dann zwei bis drei Gesamtdurchläufe des Beitrags, hier noch eine Verzögerung, dort noch eine Korrektur – passt. Nach zweieinhalb Stunden ist der Beitrag geschnitten. Es ist 16:45 Uhr, doch noch längst nicht Feierabend. Denn am Abend geht es für das Team in Zeitz weiter. Sie haben sich mit Sportvereinen verabredet.

Wir sagen Tschüss und wünschen viel Spaß und vor allem viele Zuschauer. Sende- und andere Termine in der Seitenspalte.

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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2 Comments

  1. Michael Both

    Vielen Dank für die sehr angenehme Begleitung unserer Dreharbeiten und die interessanten Artikel dazu. Es ist schon eine nette Abwechslung, wenn man mal nicht nur auf der berichtenden Seite steht, sondern stattdessen über die eigene Arbeit berichtet wird.

    Reply
    1. Reiner Eckel

      Den Dank gebe ich zurück. Für die Bereitschaft, das Mitmachen und die Offenheit. Es war interessant und Spaß hat es auch gemacht. Mehr als 10.000 mal wurden die Beiträge gelesen. Schade, dass ich morgen nicht dabei sein kann.

      Reply

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