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Abschied von Elisabeth Wegner

Abschied von Elisabeth Wegner

Die Tochter von Johannes Lebek starb

Der Lauf der Zeit, zeitlebens durchzog er als Thema die künstlerische Arbeit des Zeitzer Holzschneiders Johannes Lebek.
Nun brachte der Lauf der Zeit den Tod seiner Tochter Elisabeth Wegner. Sie starb im Dezember nach langer Krankheit in Langenhagen. Das teilt die Stadt Zeitz in einer Presseinfomation mit.

Elisabeth Wegner wurde 1932 in Zeitz geboren. Sie studierte in Leipzig Museologie und verließ die DDR noch vor dem Mauerbau gemeinsam mit ihrem Mann Hubert Wegner und ihren ersten beiden Kindern. Drei weitere Kinder kamen später in Westdeutschland zur Welt.

Im Zeitzer Kunst- und Museumspädagogischen Zentrum „Johannes Lebek“ befindet sich das Magazin mit dem umfangreichen Werk des Holzschneiders. Ein Verdienst Elisabeth Wegners, die den künstlerischen Nachlass ihres Vaters 2004 dem Zeitzer Museum als „Depositum Elisabeth und Hubert Wegner“ zur Nutzung und Aufbewahrung übergeben hatte.

Überhaupt machten sich die Wegners um die Bewahrung von Lebeks Werk verdient. Sie sortierten und systematisierten tausende Skizzen, Holzschnitte, Lithografien und auch einige Bilder. Ein von ihnen erstelltes Werkverzeichnis gaben sie im Privatdruck heraus – Elisabeth Wegners Geschenk zum 80.Geburtstag ihres Vaters. Drei Jahre nach dem Tod des Künstlers erschien 1988 das Buch „Der Holzschneider Johannes Lebek. Leben und Werk“ mit einer ausführlichen Bibliographie.

„Mit ihrem Handeln und ihrem Wissen unterstützte Elisabeth Wegner den Aufbau des Lebek-Zentrums in Zeitz. Sie besuchte – solange es ihre Gesundheit erlaubte – die Ausstellungseröffnungen in Zeitz, die dem Schaffen Lebeks gewidmet waren und verfolgte aufmerksam den Umgang mit dem Werk ihres Vaters,“ heißt es in der Presseinformation.

Heute wird das Erbe Lebeks mit Ausstellungen gewürdigt und mit museumsdidaktischen Projekten die Tradition des Holzschneidens gepflegt. Unter fachkundiger Anleitung von Ulrike Trummer können Kinder und Erwachsene im Lebek-Zentrum Holzschnitte drucken, aber auch selbst entwerfen und schneiden. Für eine Spende kann man hier von Lebek illustrierte Bücher aus dem Nachlass kaufen. Der Erlös kommt direkt der Arbeit der Druckwerkstatt zugute.

Abb.: Holzschnitt Johannes Lebek „Sonnenblume und Wein“; aus: „Das Lied von der Schöpfung“

JohannesLebek.de Über das Lebek-Zentrum

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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