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Volle Hütte bei Jubelt-Abend

Volle Hütte bei Jubelt-Abend

Bei Jubelt wird nicht nur gejubelt. Ein Gespräch.

2 Tage vor dem 70. Todestag des Zeitzer Verlegers Arthur Jubelt erlebten Zeitz-Interessierte einen informativen, anregenden Abend in der prall gefüllten Gewandhausgalerie der Zeitz-Information.

Hans-Joachim Richter erläuterte die überarbeitete und ergänzte Auflage seiner „Passion Zeitz – Arthur Jubelt – Vision und Wirklichkeit“. Roland Rittig projizierte dazu 50 der 700 Buch-Fotos an die Wand. Posaer Weine des preisverwöhnten Weingutes Marcel Schulze/Döschwitz unterstützten die Gesprächsrunde danach.

Der Autor selbst freute sich über die rege Teilnahme. Und wie erlebte er selbst den Abend so? Unser Redakteur Reiner Eckel sprach mit dem Autor.

ZeitzOnline: Ich merke Ihnen Freude einerseits, aber auch Nachdenklichkeit an. Wie lief denn der Abend für Sie als Autor?

Richter: Ich habe mich sehr über das Erscheinen meines einstigen Lehrers Günter Jahn gefreut. Er ist heute 90 Jahre und hat mich vor 62 Jahren auf die „Zeitz – Spur“ gesetzt. Welch eine Nachhaltigkeit! 
Und ich freue mich sehr über die Unterstützung der Zeitz-Tourist-Information und die vielen Interessierten. Dafür vielen Dank!

ZeitzOnline: Haben Sie denn ein Feedback von städtischen Vertretern? Jubelt ist ja schließlich Ehrenbürger von Zeitz.

Richter: Die Nichtachtung dieses „Buch-Geschenkes“ an die Stadt, im Grunde auch gegenüber ihrem Ehrenbürger A. Jubelt, empfinde ich als ungehörig und destruktiv. Allein Christian Villiers/Stadtentwicklung rettete mit seinem Besuch die Stadtbehörde. Auch die im Vorfeld der 1050-Jahrfeier ausgebildeten Stadtführer-/innen vergaben die Chance eines Erkenntnisgewinnes. Das Argument der Presse für ihr Fernbleiben, wie bei der Buchlesung zur 1. Aufl. 2015, sie habe davon nichts gewusst, kann dieses Mal nicht mildernd bemüht werden.

ZeitzOnline: Wenn von den hier Maßgeblichen die Unterstützung fehlt, wie verkaufen Sie dann Ihre Bücher? 

Richter: Dieser Zustand drückt sich in den Verkaufsrelationen aus. Denn 65% der Bücher gingen an ehemalige, enthusiastische Zeitzer, die inzwischen in Hamburg, München und anderswo leben. Von dort kommen übrigens auch Äußerungen des Zuspruchs und des Dankes.

ZeitzOnline: Es scheint doch aber zu laufen, wie ich hörte gibt es nur noch wenige Exemplare?

Richter: Naja, weil allein eine unlängst in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ publizierte Besprechung der „Passion Zeitz“ neue Interessenten bis nach Belgien mobilisierte. Quasi über Nacht führte das zum Ausverkauf der 2. Auflage. Vereinzelte Exemplare sind noch in der Zeitz-Information und „Gutenberg-Buchhandlung“ zu haben.
Ein Berufskollege Jubelts, der Verleger der „Zeitungsgruppe Münchner Merkur“ Dr. Dirk Ippen, bemühte sich auch um ein Exemplar der „Passion Zeitz“.

ZeitzOnline: Danke für das Gespräch, Herr Richter.

Zum Gesprächsabend nach der Lesung wurden auch ganz aktuelle Themen der Stadt besprochen. So wurde der Umstand eines nicht vorhandenen „Corporate Identity“ kritisiert, wo es doch darum gehen sollte, Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale unserer Stadt permanent mit zeitgemäßen Mitteln nach außen zu tragen. Fest gemacht wurde die Kritik unter anderem an der Bewerbung des Weihnachtsmarktes. Es sei unbegreiflich, dass die neuesten Flyer und Plakate „Weihnacht unter Sternen“ eine stilisierte Häusergruppe wie aus einem beliebigen Schul-Malbuch zeige.

Richter fragt: Warum nicht einfach mal Zeitz abbilden? Bei Jubelt und in Zeitz selbst fände man alles, was dazu nötig wäre.

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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