Wird die Spende zum Standard für Standards?

Nicht unkritische Bemerkungen zu einem Trend.

Aufatmen bei der Zeitzer Feuerwehr – sie haben sie nun endlich, eine Wärmebildkamera. Das ist gut, das ist wichtig. Sie kann Leben retten und sie kann den Einsatzkräften manches Risiko ersparen. Davon konnte man lesen als sie feierlich an die Feuerwehr übergeben und von denen mit berechtigter Erleichterung vorgeführt wurde.

Übergabe WärmebildkameraMit dem modernen Gerät, wurde mehrfach betont, hätte nun auch die Zeitzer Feuerwehr hier einen Standard erreicht. Standard also und zwar zum Standard erhoben deshalb, weil eine solche Kamera helfen kann, Leben retten kann. Dass sie nun da ist darf Grund zur Freude sein. Wie es dazu kam, dass sie da ist berechtigt durchaus zu kritischer Bewertung.

Die Anschaffung dieser Kamera vom Typ „Dräger UCF 9000“ konnte nur zustande kommen, weil sich 15 Spender fanden, Große und Kleine. Die Stadt konnte zur Sicherung eines Standards nicht genügend Geld aufbringen. Ein Standard, der dem Gemeinwohl dient, der Leben rettet und Einsatzkräfte schützt. Ja, so eine Art Daseinsvorsorgestandard.

An dieser Stelle darf nicht nur, hier muss gefragt werden, oben künftig das Spenden zum Standard zur Sicherung von Standards in der Gemeinwohlsicherung und Gefahrenabwehr werden soll. Darüber sollten die Verantwortlichen durchaus einmal nachdenken. Die übrigens auch verantwortlich dafür sind, wenn der städtische Haushalt von ausufernden Kosten strapaziert wird. Auf die Schnelle mal Mehrkosten von fast einer halben Million Euro für den Altmarkt etwa. Und der ist kein Standard.

Fotos: Stadt Zeitz

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REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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