Was die Preisverleihung mit Zeitz zu tun hat
Am Montag wurde der Schauspieler und Musiker Christian Redl in Berlin mit dem renommierten GÖTZ GEORGE PREIS 2026 für sein Lebenswerk geehrt. Er nahm den Preis von Künstlerin Tanja George, die ihn gestaltet hat, und Marika George, Vorstandsvorsitzende der GÖTZ GEORGE STIFTUNG, entgegen.
Was dieser Abend in Berlin mit Herrmann Hesse, Beat Toniolo und Zeitz zu tun hat erklären wir später. Jetzt Ehre, wem Ehre gebührt: Christian Redl, „… einen Schauspieler mit unverwechselbarer Präsenz und außergewöhnlicher Ausdruckskraft“, wie es in der Jurybegründung heißt, „… Einen Schauspieler, der Menschen nicht erklärt, sondern ergründet. Der ihre Widersprüche, ihre Verletzlichkeit und ihre Abgründe sichtbar macht – und ihnen dennoch ihr Geheimnis lässt. Und der uns damit immer wieder daran erinnert, was große Schauspielkunst vermag.“
- Christian Redl mit Götz George Preis 2026 Foto: Götz George Stiftung/O.Walterscheid
- Tanja George, Adrina Altaras, Christian Redl, Marika George, Martina Sundheim, Foto: Götz George Stiftung/ O.Walterscheid
Christian Redl zeigte sich sichtlich gerührt: „Ein schöneres Geschenk hätte man mir nicht machen können! Nach einem langen Schauspielerleben mit vielen Höhen und Tiefen bekomme ich in diesem Jahr den Götz George Preis – und ich erfahre eine Wertschätzung, mit der ich keineswegs gerechnet habe“. Er habe selbst ein paarmal mit Götz George gearbeitet und erinnere sich, wie nachhaltig ihn seine souveräne, vor allem aber herausfordernde Professionalität beeindruckt habe. So Redl über den Namensgeber des Preises. Er selbst ist als mehrfach preisgekrönter Schauspieler auf Theaterbühnen, Filmleinwänden und im Fernsehen viel zu sehen. Auch musikalische Programme hat er eingespielt. Für sein Lebenswerk wurde er nun mit dem Götz George Preis und viel Beifall der mehr als 100 Gäste aus Film, Kultur und Gesellschaft geehrt. (Quelle: Presseagentur Deutz)
Unter den Gästen auch der Wahlzeitzer Schweizer Beat Toniolo. Dafür gab es zwei Gründe. Der erste: das Gedenken an seinen Freund Michael Mendl, der kürzlich verstarb. 2024 war Mendl Götz-George-Preisträger. Eines seiner letzten Projekte war seine Mitwirkung in Toniolos Kunstfilm „Sturz & Hesse – Seiten einer Reise“, in dem Mendl Texte von Hermann Hesse eingesprochen hatte. Hier ist der nun zweite Grund. Denn an dem Abend lief ein Trailer des Films, der tags darauf in Berlin seine deutsche Erstaufführung erlebte. Das besondere daran aus Zeitzer Sicht ist, dass auch Jugendliche aus Zeitz an dem Film mitwirkten. Schüler:innen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sprachen Gedichte von Hesse ein (wir berichteten).
Sie haben nun Grund zur Freude: am 7. November wird es einen Filmabend im jüngst renovierten Saal am „Café zum Esel“ in Wetterzeube geben. In Kürze mehr darüber und ZeitzOnline wird natürlich den Abend begleiten.
Fotos: Götz George Stiftung/O.Walterscheid






