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LOST PLACES. Eine Spurensuche

LOST PLACES. Eine Spurensuche

Multimediale Ausstellung spürt Geschichte in Droyßig nach

Der eine kann ihrem morbiden Charme verfallen, andere schütteln bedauernd den Kopf, wieder andere machen sich ernsthafte Sorgen. Die Rede ist vom Charme der Vergänglichkeit in verlassenen, verfallenden Gebäuden – LOST PLACES.

In Droyßig bringt der Schlossförderverein sie zusammen: jene der morbiden Romantik Verfallenen, die ernsthaft Besorgten und die Kopfschüttler. Es geht um das Schloss Droyßig, dem Wahrzeichen des Ortes, dessen Zustand bedenklich ist. Im 850. Jahr seines Bestehens stellt ein Projekt eben dieses Wahrzeichen des Ortes in den Mittelpunkt:

LOST PLACES MORBIDE ROMANTIK
Eine multimediale Ausstellung

Allein, die Ausstellung (20. Juni – 31. Oktober 2020) will mehr zeigen als die morbide Romantik. Die Protagonisten wollen mehr. Schließlich sehen sie im Schloss aus dem 13. Jahrhundert nicht ein Motiv für dem morbiden Charme verfallene Fotografen. Vielmehr wissen sie um dessen bau- und kulturgeschichtliche und folglich auch heimatgeschichtliche Bedeutung. Dabei sind nicht einmal alle verborgenen Schätze dieses Kleinods mitten im Ort gehoben. In ihrem Konzept schreiben sie:

„Der Förderverein Schloss Droyßig e.V. sowie der Heimatverein Droyßig e.V. sehen eine  Kernaufgabe ihrer Arbeit in der kultur- und bauhistorischen Erforschung und Dokumentation dieses Denkmals.  So versteht sich die multimediale Ausstellung MORBIDE ROMANTIK – LOST PLACES SCHLOSS DROYSSIG als Zeitdokument, welches in Foto und Film den Ist-Zustand des Schlosses skizziert. Neben Bild und Ton gibt es ergänzend Faktisches, erzählt die Ausstellung also auch von der historischen Bedeutung des Ensembles, gibt Auskunft über Baugeschichte und gesellschaftspolitische Umbrüche.“

Von besonderer Bedeutung sei hierbei die Schlosskirche, wird betont. Die im Stile des Manierismus gebaute Kirche wird gegenwärtig umfangreich saniert und als Kulturstätte hergerichtet.
Über das Jahr 2019 bis in den Mai diesen Jahres laufen die Foto-, Film- und Recherchearbeiten für das Projekt.

Wenn aus Anlass des Festaktes zur 850-Jahrfeier am 19. Juni 19:30 Uhr die Ausstellung eröffnet wird, werden die der morbiden Romatik Verfallenen und die ernsthaft Besorgten ihre Arbeit (zunächst) getan haben. Die Bedenkenträger und Kopfschüttler werden kommen und sich die Augen reiben. Denn die Fotos als Kern der Ausstellung werden durch Projektionen, Kugelpanoramen und Dokumentarfilm ergänzt werden. Atmosphärisch unterstützt wird die Schau schließlich durch interessante Fundstücke, allerlei Requisiten und Lichteinstellungen.

LOST PLACES in Droyßig – eine Spurensuche! Und eine Suche nach Lösungen.

Fotos: Veranstalter

Förderverein Schloss Droyßig e.V.

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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