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Zeitz unter kursächsischer Herrschaft von 1564 bis 1815

Zeitz unter kursächsischer Herrschaft von 1564 bis 1815

4.11.15/19:00/Rathausreihe im Ratssaal Zeitz

Zeitz unter kursächsischer Herrschaft von 1564 bis 1815
Rathausreihe mit Rudolf Drößler

Der Schriftsteller und ehemalige Zeitzer Stadtschreiber, Rudolf Drößler, ist mit einem weiteren Vortrag zu erleben. Am ersten Mittwoch im November wird er seine Zuhörer in das „Zeitz unter kursächsischer Herrschaft von 1564 bis 1815“ mitnehmen.

So bietet eine Rückschau auf die kursächsische Periode in Zeitz ein abwechslungsreiches und interessantes Bild sowie ein spannungsreiches Geschehen im Auf und Ab der dramatischen und geruhsamen Phasen.

Gehen Sie mit auf Spurensuche nach unseren Vorfahren in schon lange vergangener Zeit!

Eintritt: 3,00

Im Jahr 1564 starb der letzte katholische Bischof Julius von Pflug, geistliches Oberhaupt der Diözese Naumburg Zeitz und als Reichsfürst auch weltlicher Regent der dem Bistum zugeordneten Stiftsgebiete.

Nach Pflugs Tod gerieten diese samt Zeitz unter die Obrigkeit der sächsischen Kurfürsten aus dem Geschlecht der Wettiner. Unter deren Regie blieben die Stadt und das Stift während der folgenden 251 Jahre bis 1815, dem Beginn der Herrschaft Preußens. Auch in der kursächsischen Periode wechselten sich Aufstieg und Abstieg, Glanz und Elend ab.

Für wenige Jahre wurde die Stadt zur Residenz des Herzogtums Sachsen-Zeitz. Auf dem Gelände der alten Bischofsburg entstand das barocke Schloss Moritzburg. Von hier aus hielten höfische Sitten und die Zeit des Absolutismus Einzug. Vieles blieb aber noch beim Alten. Stattliche Häuser aus der Zeit der Gotik und Renaissance schmückten die Straßen, ergänzt durch barocke Gebäude.

Zeitz blieb eine Ackerbürgerstadt mit den traditionellen Standesunterschieden, Privilegien und Abhängigkeiten. Die Bauern litten unter zahlreichen Frondiensten, und die Landwirtschaft stagnierte infolge überholter Besitzverhältnisse und Anbaumethoden. Der Zeitzer Webersohn Christian Daniel Schubart gab schließlich vor allem
durch den Kleeanbau und wechselnde Fruchtfolgen entscheidende Anstöße zur Verbesserung von Ackerbau und Viehzucht. Innungen (Zünfte) der Handwerker organisierten mit Hilfe von Meistern, Gesellen und Lehrlingen die Arbeitswelt und regulierten das Marktgeschehen.
Das Leben der Zeitzer folgte fast unverändert gewohnten Bahnen in erstarrten komplizierten Rechtsverhältnissen. Noch immer stand man im Bann abergläubischer Vorstellungen über das vermeintliche Wirken von Hexen und Hexerei, dem angeblichen Einfluss der Wandelsterne und Tierkreiszeichen und den Strafandrohungen durch ungewöhnliche Himmelserscheinungen, die das Ende der Welt anzukündigen schienen. Ausbrüche der Pest sowie die Verbreitung der Syphilis forderten zahlreiche Opfer, und die hygienischen Verhältnisse ließen sehr zu wünschen übrig.

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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