Angerbummeln am Zeitzer Brühl

Planer laden zum Eis. Infoveranstaltung stellt Entwurfsplanung vor

Dass Sie zum Eisessen am Brühl eingeladen werden konnten sie nicht wissen, die Besucherinnen und Besucher im Zeitzer Rathaus. Jedenfalls lädt in der Köpfen der Planer ein künftiger Anger am Brühl zum Bummeln und einem Eis ein. Auf den Entwurfskizzen konnte man schon einmal an runden Tischen im Schatten der Bäume sitzen und sich ein Eis träumen.

zuhörerDie Stadt hatte zur Information über die „Entwurfsplanung Straßen- und Außenanlagen“ für die Wiege der Stadt, dem Brühl geladen. Viele Zeitzerinnen und Zeitzer sind in den Friedenssaal gekommen. Wissen wollten sie wie es sich anfühlt, wenn an der Wiege gerüttelt und der älteste Stadtteil wach geküsst werden soll.

„Einst war der Brühl eine Stadt in der Stadt,“ bemerkte Landschaftsarchitektin Schramm aus Plauen. Ihr Büro hatte in Gemeinschaftsarbeit mit dem Zeitzer Planungsbüro Rheinsberger die präsentierte Entwurfsplanung vorgestellt. Es ginge um die „Ausbildung eines Angers und eine neue Aufenthaltsqualität“ wurden die Ziele kurz umrissen.
Die mit Computerzeichnungen illustrierten Ausführungen der Planer wurden in der Diskussion unterschiedlich bewertet. Worüber wohl Einigkeit bestand: dieser Ort muss die Chance einer Wiederbelebung haben. Allein das Wie ist umstritten. Das muss bei der Debatte über eine Entwurfsplanung nicht wundern. Der eine sieht das Parken kritisch, eine anderer warnt vor möglichen Mehrkosten durch archäologische Grabungen.

Was wundert ist die offensichtliche Sorglosigkeit darüber, wer es denn sein soll, der künftig am Anger Brühl bummeln und Eis essen soll. Ob er hier, sozusagen direkt am Anger, gut wohnen und leben kann. Angesichts von Eigentümern, die jedwede Veränderung mit gerichtlichen Mitteln verfolgen ist eine schnelle städtebauliche Erneuerung am unmittelbaren Brühl schwer vorstellbar.
Das allerdings darf den Mut für Visionen nicht dämpfen. Genau so wenig wie der realistische Blick auf die Kosten-Nutzen-Bilanz nicht verloren gehen sollte.

P.S.: die mäßige Qualität der Fotos bittet die Redaktion zu entschuldigen. Sie entstanden „aus der Hand“ bei ungünstigen Lichtverhältnissen.

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REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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