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Kraniche für den Frieden

Kraniche für den Frieden

Zeitzer SchülerInnen gedenken der Atombombenopfer in Nagasaki

„Friede beginnt, wenn die Menschen die Leiden anderer verstehen“
(Katsuji Yoshida).

Mit diesem Zitat eines Opfers des Atombombenabwurfs auf Nagasaki beenden die Zeitzer GastschülerInnen einen aufwühlenden Tag, wie sie ihn selbst beschreiben.

Sie begannen ihre zweite Woche des Schüleraustauschs gestern mit einer Reise in die japanische Metropole Nagasaki. Auf tragische Weise erlangte die Stadt auf der japanischen Insel Kyūshū weltweit Bekanntheit als Ziel des amerikanischen Atombombenabwurfs am 9. August 1945.

Tief bewegt zeigen sich die SchülerInnen von den Bildern und Geschichten, die ihnen an diesem Tag begegneten:

„Wir begannen unsere Exkursion mit der Besichtigung der ältesten katholischen Kirche Japans, der Ōura Kirche. Darauf folgten die Brillenbrücke und der Friedenspark von Nagasaki.
Der Friedenspark wurde 1955 sowohl zum Gedenken der Opfer als auch als Mahnung und Appell an die Menschheit errichtet. Neben der im Mittelpunkt des Parks stehenden „Statue des Friedens“ finden sich dort auch viele Skulpturen, die von den verschiedensten Ländern als Zeichen des Friedens gestiftet wurden. Im Friedenspark hängten auch wir unsere selbstgefalteten Kraniche auf, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten.“

Der Kranich gilt seit Sadako Sasaki als Symbol des Friedens und des Widerstands gegen den Atomkrieg.“ Sadako Sasaki, geboren 1943 in Hiroshima, überlebte den Atombombenabwurf, erkrankte später jedoch an Leukämie und verstarb 1955. Im Glauben an die japanische Legende, der nach derjenige, der 1.000 Origami-Kraniche falte, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekäme, faltete Sadako während ihres Krankenhausaufenthalts weit über 1.000 Papierkraniche.

„Am meisten beeindruckte uns das Atombombenmuseum, in dem viele Relikte, wie verbrannte Kleidung oder verkohlte Rückstände von Gebäuden, ausgestellt sind. Viele Erlebnisberichte und die realistische Nachempfindung des Ablaufs des Atombombenangriffs auf Nagasaki schockierten uns,“ so einhellig die SchülerInnen in ihrem Bericht.

Fotos: Stadt Tosu
Quelle: Pressestelle Zeitz

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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