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Liebe, Verse, Wein und Blumen

Liebe, Verse, Wein und Blumen

 Besinnlich-heiter-nachdenkliches auf Posa

Schon die Sonne kündigte einen heiteren Literaturherbstnachmittag mit der Lesung von Roland Rittig auf dem Weinhof Posa an. Dann war zuvor die Begegnung mit Mariann Mede, ihren Blumen und ihrem Strahlen. Die Floristin ist neu im Posateam und geht ihrer Leidenschaft mit biologischem Anbau nach. Ihren Blumen werde ich heute noch einmal begegnen dort, wo es heiter bis nachdenklich um Liebe, Essen und Trinken gehen wird.

Als Roland Rittig das Motto seiner Lesung erstmals hörte, lernte er die Gastfreundschaft Georgiens kennen. „Komm und setz dich“ könne dort schon einmal ein feuchtfröhliches Gastmahl bis in die Morgenstunden bedeuten. Rittigs erster Text erzählte denn auch von den Sitten der Georgier bei Tisch. Die Tafel dort stünde meistens draußen unter freiem Himmel und werde vom Tamada, dem Tischmeister dominiert. Der bringt Trinksprüche aus und bestimmt darüber, wann man sich zuprostet und wer als nächster mit seinem Trinkspruch aufwarten darf. Mit welchen Ängsten und Überlegungen das für ihn als Gast des georgischen Banketts verbunden war, wusste Roland Rittig heiter und wohlpointiert zu erzählen.

Am Ende der kurzweiligen Lesung gab Rittig den anwesenden Literaturfreunden und ihren PartnerInnen den Tipp, sich doch gegenseitig Liebesgedichte vorzulesen, mehrmals und laut, ihrem Klang nachzuspüren und ihrem Sinn. Liebe in der Literatur brachte der Literaturhistoriker zuvor mit Gottfried August Bürgers Gedichten und dessen glücklichen wie unglücklichen Lieben dem dankbarem Publikum im Weinhof näher. Bürger (* 31. Dezember 1747 in Molmerswende; † 8. Juni 1794 in Göttingen), der neben seinem Münchhausen durch großartige Gedichte und Balladen bekannt wurde, liebte die Schwester seiner Ehefrau. Roland Rittig wusste dazu einiges zu erzählen und trefflich aus Bürgers bewegenden Gedichten zu rezitieren. Das kam gut an und bescherte den Gästen einen besinnlichen wie heiteren, bisweilen nachdenklichen Literaturherbstnachmittag.
Für das Leuchten auf den Tischen übrigens sorgten Mariann Medes Blumen.

  • letzte Absprachen
  • Blumen und Wein
  • Roland Rittig
  • der Wein
  • Protagonisten
  • in der Weinklause 1
  • Roland Rittig 1
  • in der Weinklause
  • Kommt und setzt euch
  • Titel

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REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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