„Nehmt euch nicht Zeit, nehmt euch Zeitz!“

„Nehmt euch nicht Zeit, nehmt euch Zeitz!“

Pecha Kucha Night debattiert UTOPIE. Oder doch nicht?

Eine Veranstaltung von OpenSpace Zeitz

Keine Utopie, sogar die Stehplätze waren begehrt im Foyer des Zeitzer Rathauses. Mehr als 100 ZeitzerInnen und NichtzeitzerInnen wollten hören und sehen, was die 4. Pecha Kucha Night zum Thema UTOPIE hervorzaubern würde. Ist Zukunft (etwa die für Zeitz) nun die Summe  von Ereignissen, die einfach so passieren? Oder wird die Zukunft vom dem bestimmt, was sich Zeitz als Ziel stellt, als Programmatik? Nur ein Thema von ReferentInnen des Abends, die in 20 Folien von jeweils 20 Sekunden auf den Punkt brachten, was sie umtreibt im Thema UTOPIE. Die Spanne reichte von durch Max Fuchs vorgetragenen Gesellschaftsmodellen über utopische Städtekonzepte bis hin zur erfundenen Lebensgeschichte der historischen Zeitzer Persönlichkeit Friedrich Ernst August Laenz („mit ae!“). Damit hatte Anton Bernhard am Ende noch einmal reichlich für Heiterkeit im Publikum gesorgt.

„Nehmt euch nicht Zeit, nehmt euch Zeitz!“ riet  Michael Grzesiak, Architekt und Planer. Die Stadt habe Freiräume, leer stehende Gebäude zum Beispiel, die mehr als Chance als denn als Hemmnis oder gar Bedrohung zu begreifen sei. Viel mehr Raum als andernorts für die Gestaltung einer Stadt nach eigenem Willen sei das, deren Chance schwänden je länger man mit Aktivitäten warte. „Nehmt eure Häuser, nehmt euch Zeitz ehe es andere tun,“ so sein Credo.

Minigolf auf dem Altmarkt und Kunst in Häkelsöckchen

Öffentliche Räume, Plätze und Gebäude attraktiver gestalten und anders nutzen, darüber fabulierte Tom Düringer. Der Musiker der Band MEILENLÄUFER träumte schon einmal laut, es müsse ja nicht Utopie bleiben, eine Szene wie die um das einstige Kulturcafé Muggefug wieder aufs Schild zu heben. Ja, er würde sogar kochen, wenn es in verödeten Straßenzügen künftig hin und wieder ein Straßenfest gäbe. Für den Musiker sei als Belebung der Innenstadt ein Minigolfplatz mitten auf dem Altmarkt ebenso wenig Utopie wie innerstädtische Plastiken in bunten Häkelsöckchen. Jedenfalls mit einem Augenzwinkern.

Zeitz im Buch und was MZ im Jahr 2020 berichtet

Ein Familien-Kunstfestival lockt 2020 Tausende Menschen in die Stadt. Die hat inzwischen keine ungenutzten Ladenflächen mehr zählt 30.000 Einwohner. So stünde es im August 2020 in der Mitteldeutschen Zeitung, ist die Vision von Rolf Wagener. Der hatte die Erfolgsgeschichte des Zirkus UPSALA als Beispiel für eine Wirklichkeit gewordene Utopie gewählt. Als Beispiel, was alles möglich sei, wenn es von den Menschen gewollt ist und angepackt wird. Zirkus UPSALA übrigens wird Samstag bei Posa Calling gastieren. Zu sehen wird auch, was Zeitzer Kinder in den letzten Wochen mit dem Zirkus eingeübt haben.

Auch jene StudentInnen aus Dortmund sind auf dem Posaberg, die zur Pecha Kucha Nacht in Kurzform ihre Buchprojekte über Zeitz präsentierten. Ganz unterschiedliche und spannende Bücher werden zu sehen sein. Ein Malbuch etwa mit „angepassten“ Motiven oder die „Die Akte Günter Mayr“, ein Zeitzer Antifaschist, der im August 1945 in Stocksdorf erschossen wurde.  Für BesucherInnen von Posa Calling dürfte manche Buchidee für diese und jene Überraschung sorgen.

Und das Fazit?

Alle Pecha Kucha Beiträge wie ein Protokoll wiedergeben ist schwer möglich.
Wer selbst dabei war nimmt vielleicht für sich und andere diese und jene Anregung mit. Oder hatte einfach einen schönen Abend. Andere, die sich sozusagen „von Amts wegen“ angesprochen gefühlt haben sollten, fühlen sich hoffentlich angesprochen. Erfreulich ist für unsereins die Wahrnehmung, es gibt bei uns Menschen, die sich nicht Zeit nehmen, die sich ihr Zeitz nehmen wollen. Und das ist keine Utopie.

  • die Protagonisten beim Vorbereiten
  • a-Bürgermeisterin
  • Nina Rüb und Philipp Baumgarten
  • Johanna Reetz über Stadtutopien
  • Anton Grzesiak gibt Tipps
  • Tom Düringer fabuliert über Nutzung von Stadträumen
  • Tom Düringer
  • a-reichlich stehplätze
  • fesch moderiert
  • Ralf Wageners Blick auf Zeitz 2020
  • Ralf Wagener mit MZ Ausgabe August 2020
  • MZ Zeitz 2020
  • gleich gehts los
  • Studentinnen aus Dortmund
  • Studenten aus Dortmund im Staffellauf
  • heiterer Staffellauf
  • Ein Malbuch für Zeitz
  • Pause Luftholen
  • Mann an der Tehnik
  • Mitschnitt
  • Max Fuchs über Anarchie
  • Nehmt euch Zeitz!-Anton Grzesiak
  • Präsenterinnen
  • Anton Bernhard begeisterte mit Denken Andersrum
  • Anton Bernhard

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REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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