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Schau an. Ein Debakel für Zeitz (3)

Schau an. Ein Debakel für Zeitz (3)

Über Ähnlichkeiten, Originalität und Einzigartigkeit

„Die Stadtfarben Grün-Weiß-Rot, das Zeitzer Wappen und fertig,“ so einfach sei das. Und so unverwechselbar. Der sogenannte „Vierpass“ indes sei austauschbar. Stimmt das so? Hier nur einmal ein paar Belege wie unverwechselbar und einzigartig das zweifellos schöne Zeitzer Stadtwappen eben doch nicht ist.

Dann also wenigstens die Stadtfarben? Auch nicht, wie in nebenstehender Abbildung (Screenshot) deutlich erkennbar ist.
Zumal bei Verwendung von Farbflächen wie dieser im Logo des CD einer Stadt zu beachten ist, dass das Logo ggf. sogar häufig einfarbig, positiv oder negativ, eingesetzt wird, je nach Hintergrund. Auch auf sehr kleinen Flächen, etwa Give aways und ähnlichem. Was an Farben oder unzähligen Details eines Wappens, zumal diesem, bleibt dann noch wie erkennbar?

 

Übrigens, Logos anderer Städte zeigen auch reichlich Ähnlichkeiten. Und leben doch friedlich nebeneinander. Nebenstehende Abbildung zeigt einige Beispiele, eine Fülle weiterer ließe sich schnell finden.

Der vorherige Beitrag beschreibt sachlich und klar – erstens ist es so einfach mit der Originalität doch nicht und zweitens sind Ähnlichkeiten für das eigenständige Corporate Design einer Stadt nur selten ein wirkliches Problem. Eben weil dazu mehr gehört als „nur“ das Logo. Es geht um die visuelle Kommunikation mit allen Elementen des Corporate Design.

Versuch eines Fazit

Mal ehrlich, würden Sie bei nebenstehenden Logos die Stadtnamen nicht sehen, würden Sie auf den ersten Blick sehen können, worum es geht, wenn Sie die Stadt nicht kennen? Genau deshalb werden Städte-Logos als Wort-Bild-Marke oder nur als Wort-Marke eingesetzt. Genau deshalb braucht ein gutes Logo auch nicht unbedingt ein Merkmal aus der Stadt, die es repräsentiert.
Was ein Logo aber leisten muss: es muss im Kopf des Betrachters haften bleiben. In der visuellen Kommunikation ist dies das wichtigste Kriterium.

Beim „Vierpass“ sahen das immerhin 16 Stadträte und ein renommierter Zeitzer Grafiker als erfüllt an. Letzterer wertete es zwar zu sehr als „nach innen und außen geschlossen“ doch zum wichtigsten Kriterium sagte er wörtlich: „Dieses Logo bleibt sofort in Erinnerung.“ Und genau darum geht es und zwar um die Erinnerung derer außerhalb der Stadtmauern, die wir von unserem Zeitz zu begeistern suchen.
Die Entscheidung ist gefallen. Wir haben uns ein Auto gekauft, das in der Garage steht, indes wir weiter zu Fuß gehen. Schön langsam.

Auch in der dritten Hierarchiestufe klar und einprägsam. Gut geeignet für die Positionierung in Zielgruppen.
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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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