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Susi tanzt

Susi tanzt

Warum sich Christel Bodenstein in Berlin darüber freut

Noch wird die schöne Tänzerin vom Baugerüst in Zaum gehalten. Wenn das Gerüst am Giebel der Jacobistraße 1 gefallen ist wird sich Susi ihrem Betrachter zuwenden und tanzend auf ihn zu bewegen. Susi, so hieß sie in der Rolle des DEFA-Revuefilms „Silvesterpunsch“ von 1960, aus dem nun diese eine Szene riesig auf das Haus gebannt ist. Heute wurde es offiziell im Beisein von Theresa Schulz und Vera Lötzsch eingeweiht. Es ist die Diplomarbeit der beiden Studentinnen aus Dresden, die sich sichtlich mit der stattlichen Zahl Interessierter darüber freuten.
Freude bis Rührung löste auch Christel Bodenstein aus Berlin aus. Sie ist nämlich die „Susi“, sie spielte als junge Schauspielerin diese Rolle und sandte tags zuvor eine E-Mail an ZeitzOnline, die Reiner Eckel zur Einweihung gerne vortrug:

Sehr geehrter Herr Eckel,

mit großem Interesse haben wir Ihren Beitrag im MAG‘ gelesen, auf den uns die DEFA-Stiftung aufmerksam gemacht hat über das Wandgemälde mit dem Motiv: Die Tänzerin. Leider hat uns die Nachricht erst in dieser Woche erreicht, verbunden mit der Einladung, am 19.5.19 an der feierlichen Eröffnung teilzunehmen.

Da wir annehmen, Sie sind dann anwesend, schreiben wir Ihnen, da diese E-Mail Adresse die einzige Möglichkeit ergibt, das zu tun.

Es handelt sich um ein Bild aus dem DEFA-Film „Silvesterpunsch“.

Die Tänzerin ohne Namen bin ich, Christel Bodenstein.

Ich wäre gern mit meinem Mann, Hasso von Lenski, nach Zeitz gekommen, wenn die Einladung nicht so spät erfolgt wäre.

Bitte bestellen Sie den beiden Theatermalerinnen Theresa Schulz und Vera Lötzsch herzliche Grüße und eine gelungene Einweihung, sowie eine freundliche Publikumsresonanz auf dieses großformatige Wandbild, das gewiss nicht einfach zu machen war, in dieser Dimension. Dem unvollendeten Foto sieht man schon an, dass es gut wird.

Ich fühle mich sehr geehrt und wünsche den Beiden und der Stadt Zeitz alles, alles Gute.

Sind Sie so gut und richten das aus. Vielleicht ist es auch möglich, von der Vollendung ein Foto zu bekommen.

Mit den besten Grüßen nach Zeitz, herzlich
Christel Bodenstein
Hasso von Lenski

22 Jahre war Christel Bodenstein damals. Vielen wird sie als die (zunächst) Kaltherzige in „Das singende, klingende Bäumchen“ und vielen anderen Filmen bekannt sein. Heute lebt sie in Berlin. Dass sie sich gemeldet hat…eine anrührende Geschichte (mehr über Christel Bodenstein).

Zur Einweihung heute gab es viel Dank. An die Wohnungsgenossenschaft 1. Mai, die Stadtwerke und den Gerüstbau Zeitz für die Unterstützung, bei Philipp Baumgarten mit OPEN SPACE ZEITZ für mehr als nur die Idee. Dank zurück kam von Karsten Bacza, Vorstand der WG 1. Mai, der den beiden Künstlerinnen Wein, einen Film und je einen Gutschein übergab. Zuvor hatten Theresa Schulz und Vera Lötzsch noch einmal die mehrwöchige Arbeit Revue passieren lassen und etwas über ihre Maltechnik, Material und Verfahren erzählt. Wegen einiger kleiner Nacharbeiten bleibt das Gerüst noch zwei Wochen stehen. Dann wird die Diplomarbeit abgenommen – dafür drücken den sympathischen „Tänzerinnen“ viele Zeitzer ganz fest die Daumen. Ob ihnen die kleinen Preise helfen werden, bleibt offen. Mit einem Augenzwinkern hatte ihnen Reiner Eckel den „wichtigsten, wenn auch einzigen Fassadenmalerpreis, der zu vergeben ist“ – nebenstehende „Fassadenquaste in Gold“ überreicht.

  • wie wars denn so
  • ausgelassen
  • Beifall für die Helfer
  • Vera Lötzsch erläutert Technik und Vorgehen
  • Gut gelaunt
  • Dank vom Hauseigentümer und Unterstützer
  • Danke für die Blumen
  • Erläuterungen und Dankesgrüße an Unterstützer
  • Ganz schön gewaltig-Vera und Theresa vor ihrer Arbeit
  • Gäste und Einwohner
  • letzte Absprachen
  • Ausfstieg zum Fototermin

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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