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Umfrage Strukturwandel
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Strukturwandel mit Matthäus-Effekt?

Strukturwandel mit Matthäus-Effekt?

Wurde im Wörlitzer Gartenreich Kohle gefördert?

„Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“ oder „Wer hat, dem wird gegeben“, schon wieder? Als Matthäus-Effekt wird bezeichnet, was erst vor zwei Jahren zu öffentlichem Aufruhr führte: die Idee, das Wörlitzer Gartenreich aus dem Strukturwandeltopf zu bedienen. Dann kam wegen des öffentlichen Drucks der Rückzieher. Was die Strippenzieher nicht weiter kümmerte.

Heute berichtet BILD erneut über die Absichten. Während ein CDU-Bundestagabgeordneter das als Sieg feiert, regt sich Wiederstand dort, wo die Tagebaukante nicht weit weg ist.
Gestern noch haben Bürgerinnen und Bürger des Burgenlandkreises im Dialog mit der Landesregierung genau darüber gesprochen: „Das Revier ist hier“. Ich habe niemanden gehört, der dem widersprochen hätte. Nun finden sich in Teilen der Landesregierung seltsame Definitionen, was denn das Revier sei und was nicht. Dass der südliche Teil des Gartenreiches im Landkreis Anhalt-Bitterfeld liege und der zum Revier gehöre ist eine davon. Das Bauhaus Dessau gleich mit.

Gestern war auch über strategische Kommunikation die Rede und davon, die Kommunen im Revier mögen sich befleißigen, Projekte einzureichen. Das klingt erst einen Tag nach diesem Dialog doch ziemlich unglaubwürdig, was wir im nebenstehenden Beitrag zu lesen bekommen. Von hinten durch die Brust ins Auge, einmal mehr. So verkommen Beteiligungsmodelle zur Farce.

Man muss sich das einmal vorstellen, in den völlig überschuldeten Kommunen gibt es kaum Ressourcen, weder personell noch finanziell, die riesigen Herausforderungen zu wuppen und Weltkulturerbestätten wird noch zusätzlich Tür und Tor geöffnet. Bauhaus und Wörlitzer Gartenreich – Prestige-Projekte der Landesregierung mit Millionen Strukturwandelgeld aufmöbeln? Wer wollte dem noch folgen?

Wenn mit solchem Prozedere nicht sofort Schluss ist, muss sich niemand wundern, wenn die Revierbevölkerung abwinkt, statt mit macht. Und niemand soll sich wundern, wenn am 6. Juni der Revierkumpel nicht mit Vernunft, sondern unter Frust und Protest zur Wahlurne schreitet.

Das Revier ist hier!

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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