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Es ist Spielfilmzeit(z)

Es ist Spielfilmzeit(z)

Corinna Harfouch und Team am Set in Zeitz

Nun habe ich doch nicht mitgezählt wie oft Corinna Harfouch den Fußweg am Schützenplatz in die Liebknechtstraße einbiegen, kräftig in die Pedale treten und noch einmal von vorn starten musste. Zwischendurch absteigen, die Szene besprechen und noch einmal das ganze von vorn. Rundherum allerhand Gewusel. Dies und jenes Interieur muss noch ins Bild geräumt, die Aufhängung am Kamerawagen neu justiert und Einstellungen korrigiert werden.
Schnell habe ich verstanden, weshalb Hauptdarstellerin Corinna Harfouch zwischen den Aufnahmen keine Interviews geben kann. Volle Konzentration ist hier gefragt. Allein schon das Fahrrad und der Fußweg, beides aus den 90er Jahren. In dieser Zeit spielt der Film, für den gedreht wird.

  • Corinna Harfouch radelt durch die Neunziger
  • Corinna Harfouch 5
  • Corinna Harfouch 4
  • Corinna Harfouch 6
  • Corinna Harfouch 7
  • Corinna Harfouch 8

Wir sind Gast am Set rund um den Zeitzer Schützenplatz. Kulturvermittler Beat Toniolo hat uns den Termin vermittelt. Immer gut, wenn Leute Leute kennen. So kam denn auch die Produktion hier zustande, auf Empfehlung, erzählt Produzent Ingo Fliess, der sich Zeit für ein Interview nimmt (siehe evovic-Video und danke Michael Thurm). Sie hätten in Zeitz, Teuchern und Gleina Orte gefunden, aus denen sich gut jene „fiktive Stadt“ aus den Neunzigern darstellen ließe, welche die Geschichte des Films brauche.

Und Zeitz als Stadt? Man sähe zwar viel Leerstand, aber sie wären auf eine liebenswerte Stadt mit großer Geschichte und viel Sehenswertem gestoßen. Als solche werde sie auch im Spielfilm herüberkommen, versicherte Fliess. Überdies sei die Crew überall gut aufgenommen worden und hätte viel lobenswerte Unterstützung bekommen. Später wird uns Robert, der Aufnahmeleiter gestehen, er hätte sich sogar ein wenig verliebt in die Stadt.

Für das Filmteam gibt es noch eine Überraschung. Dr. Nils Reiche und Beat Toniolo übergaben drei Kästen Wein vom Kloster Posa an die Regisseurin und den Prominenten. Das weckt jüngste Erinnerungen erfahren wir. Denn erst kürzlich war die Crew Gast auf dem Posaberg und hätte dort in der „Geheimratsecke“ ziemlich lange gefeiert. Ingo Friess sei nach einer zünftigen Feier um 5 Uhr morgens ins Bett gekommen. „Der Letzte war ich dabei lange nicht“, fügt er augenzwinkernd hinzu.

Am Ende versprechen uns Produzent Ingo Fliess und Regisseurin Katharina Marie Schubert, für Zeitz und Teuchern werde es Premiereaufführungen geben. Das wird im kommenden Jahr sein, wenn „Das Mädchen mit den goldenen Händen“ in die Kinos kommt. Ob mit diesem Arbeitstitel oder unter einem anderen ist noch nicht raus, erzählt uns Ingo Fliess. Spannend wird diese Geschichte allemal.

  • Corinna Harfouch 2
  • Freunde fürs Leben
  • Nachjustierung an der Kameraufhängung
  • Die Crew für alle Fälle gerüstet
  • Kamerawagen unterwegs
  • mobiler Treffpunkt

Eine Mutter-Tochter Beziehung

„Die Geschichte, die Schubert in ihrem Film „Das Mädchen mit den goldenen Händen“ erzählt, spielt im Jahr 1999. Im Zentrum steht eine starke Mutter-Tochter-Beziehung: Gudrun (Corinna Harfouch), hochangesehene Bewohnerin eines kleinen ostdeutschen Städtchens, feiert ihren 60. Geburtstag. Zum Fest reist auch Gudruns Tochter Lara (Birte Schnöink) an. Das Verhältnis der beiden ist angespannt: So sozial Gudrun nach außen ist, so hart und fordernd ist sie ihrer Tochter gegenüber. Lara wäre trotz ihrer Mutter sehr einsam aufgewachsen, hätte sich damals nicht Werner (Peter René Lüdicke), Gudruns Lebensgefährte, um das Kind gekümmert. Die Feier findet in dem alten, verwahrlosten Kinderheim statt, in dem Gudrun als Waisenkind aufwuchs. Jahre später hatte sie es in Eigenarbeit einigermaßen in Stand gesetzt.

Die Situation eskaliert, als Gudrun erfährt, dass der Bürgermeister (Jörg Schüttauf) „ihr“ Kinderheim an einen westdeutschen Investor verkaufen will. Ab jetzt kämpft sie mit allen Mitteln um den Erhalt dieses für sie besonderen Ortes. Ihrer Tochter, ihrem Lebensgefährten und allen Dorfbewohnern wird sie in ihrem Aktionismus immer fremder. Bis ihre Tochter auf eigene Faust zu recherchieren beginnt, warum ihre Mutter so agiert…“ (aus der Pressemitteilung)

Wer also hin und wieder in „Ciciwood“ einem bekannten Gesicht begegnet, nicht wundern. Neben Corinna Harfouch gewann die Regisseurin für die Hauptrollen fabelhafte Darsteller. Schon renommierte wie Jörg Schüttauf und Peter René Lüdicke wie auch Newcomer wie Birte Schnöink werden im Film zu sehen sein. Hinter der Kamera steht der vielfach preisgekrönte Rumäne Barbu Balasoiu. Es ist der Debütfilm für Katharina Marie Schubert als Regisseurin, die als exzellente Schauspielerin bekannt ist.

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About The Author

REINER ECKEL Jahrgang 1953, wohnt in Zeitz. Der Web 2.0-Enthusiast ist in Sachen Web, Grafik und Layout als Autodidakt unterwegs. Betreibt zeitzonline.de seit 23. Februar 2011.

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